Die Märkte

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Themen-Experte
Märkte verstehen, Chancen nutzen

Donald Trump bei einer Pressekonferenz zum Corona-Virus: Noch gibt es Hoffnung, dass ein dramatisches Eskalationsszenario ausbleibt.

Drei Szenarien für die Märkte

Die Ausblicke der Marktteilnehmer für den Fortgang der Corona-Krise reichen von schlecht bis ganz desaströs. BlackRock-Kapitalmarktexperte Martin Lück skizziert drei plausible Szenarien.

Kaum vorstellbar, was in der zurückliegenden Woche passiert ist. Es zeigt sich: Die ersten Szenarien, die die Marktteilnehmer entwickelten, waren viel zu konstruktiv. Wir sollten uns jetzt keinen falschen Illusionen hingeben, wie tief die Krise reichen dürfte. Allerdings sollten wir jetzt auch nicht in Weltuntergangsszenarien denken – wir müssen uns der Situation stellen.

Absehbar ist schon jetzt: Eine Rezession ist unausweichlich. Fraglich bleibt, wie tief sie sein wird. Ein Verlust von 20 Prozent im Dax innerhalb nur einiger weniger Tage weist darauf hin, wie stark der Verlust sein kann. Die schlechte Nachricht: Noch ist der Boden nicht erreicht. Im Gegensatz zu früheren Krisen, etwa der Finanzkrise 2008/09 und der Eurokrise 2020/12, scheint die Geldpolitik nicht zu helfen: Maßnahmen, die in die richtige Richtung gehen, zeigen keine Wirkung. Sie werden vom Markt abgelehnt. Daher verpuffen gewaltige Fed-Maßnahmen am europäischen Markt. Deutschland macht auf der Grundlage der Erfahrungen aus der Finanzkrise derzeit den beherztesten Versuch, sich gegen den Abschwung zu stemmen.

Die Szenarien der Marktteilnehmer reichen jetzt von schlecht bis ganz desaströs. Ich halte folgende drei Szenarien für möglich:

Status-quo-Szenario

Es wird nicht schlechter und nicht besser. Die Länder Italien und Spanien sind im Lockdown und stehen still. In anderen von der Krise betroffenen Ländern läuft es wie in Deutschland und Frankreich. Sollte es nicht notwendig werden, einen Lockdown zu verkünden, sehen wir keine dramatische Verschlechterung. Sollte sich auch in den USA die Lage nicht verschlechtern, bliebe der Schaden überschaubar. Um eine globale Rezession kommen wir jedoch nicht herum, weil die jüngst gemeldeten China-Zahlen heftig ausgefallen sind. Wir gehen daher von einer tiefen, aber kurzen Rezession weltweit aus. Wir dürften relativ nahe am Tiefpunkt dieses kurzen heftigen Bärenmarkts sein. Anleger können sich jetzt langsam wieder ins Risiko hineintasten. Der Markt dürfte sehr bald den Silberstreif am Horizont einpreisen.

Mildes Eskalationsszenario

Dieses Szenario ist das wahrscheinlichste: Die Infektionszahlen steigen in Deutschland und den USA weiter. Die USA haben spät angefangen zu testen, deshalb ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen. Verschlechtert sich die Lage über die nächste Zeit, ist absehbar, dass massive Maßnahmen ergriffen werden, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Aber ein kompletter Lockdown würde positive Folgen haben. Denn 28 Millionen Menschen in den USA haben keine Krankenversicherung. Viele werden den Test meiden. Dadurch dürfte der „Corona-Fallout“ in den USA stark zunehmen – eine tiefe und lange Rezession und damit ein entsprechend langer Bärenmarkt ist zu erwarten. Vor dem skizzierten Hintergrund würden wir in den kommenden ein bis zwei Monaten fallende Kurse sehen. An und ab werden sich für Anleger Gelegenheiten zum Bottomfishing bieten. Wie sollten sich Anleger positionieren? Ganz wichtig ist die Risikoreduzierung. Die Aktienquote muss dabei nicht unbedingt herunterfahren werden, sondern eine breite Diversifizierung ist nötig. Defensive Sektoren sind hierbei zu bevorzugen. Darüber hinaus dürften Minimum Volatility-Strategien Chancen bieten, denn zuletzt war die Volatilität mehr als fünfmal so hoch wie in den vergangenen Jahren.

Dramatisches Eskalationsszenario

Dieses Szenario ist jetzt noch nicht das Wahrscheinlichste. Es spricht aber nichts dagegen, dass es tatsächlich eintreten könnte. Bei diesem Szenario ist mit einem kompletten Lockdown in Deutschland zu rechnen, wie es Italien und Spanien vormachen. Diese Maßnahmen dürften dann auch Frankreich und die USA ergreifen. Die Einschläge kommen bereits näher: Los Angeles hat jüngst verfügt, alle Restaurants zu schließen. Dieser Trend könnte sich in den USA fortsetzen, insbesondere dann, wenn die Infektionszahlen viel höher sind, als bekannt.

Es würde ein ökonomischer Stillstand in großen Teilen der Welt mit jahrelangem Bärenmarkt folgen. Daraufhin würde die Globalisierung überdacht werden. Wertschöpfungsketten würden repatriiert und vorrangig Anlagen der pharmazeutischen Industrie aus China und Indien zurückgeholt werden. Es könnte sein, dass die Globalisierung, die in den vergangenen 20 Jahren für wirtschaftlichen Erfolg und Prosperität gesorgt hat, zurückgedreht wird. Im Augenblick erscheint das Szenario 3 wahrscheinlicher als das erste Szenario.

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Wie sollten sich Anleger positionieren? Wichtig ist ein „Risk off“-Ansatz, der auf den zu erwartenden längeren Bärenmarkt reagiert. Hohe Cashquoten sind zu halten, Income-Strategien sind aussichtsreich. Auch gegenüber alternativen Anlagen können sich Anleger stärker exponieren.

Die Marktteilnehmer müssen sich im Szenario 3 auf schlechte Zahlen einstellen. Die Aktienmärkte gehen weiter runter. Es gibt keinen Präzedenzfall für die aktuelle Lage. Lehman Brothers ist kein Vergleich. Es dürfte dieses Mal voraussichtlich schlimmer als bei Lehman Brothers und 2008/09 werden. Es besteht eine völlig anders geartete Rezessionsgefahr. Dieses Mal entstehen nicht nur Bedrohungen für Geld, Vermögen und Wohlstand, sondern es gibt eine reale Bedrohung für das nackte Leben.

Es gibt Hoffnung

Meine Hoffnung ist, dass die Szenarien 1 und 2 eintreten. Im Frühsommer oder im Sommer könnte sich der Markt erholen. Erholt sich der Markt, erholt er sich radikal und sehr heftig. Social Distancing könnte die Infektionswelle verlangsamen. Das Gesundheitssystem lernt, mit der Krise umzugehen. Viele werden sich anstecken; wir müssen lernen mit dem Virus zu leben. Die zweite Hoffnung: Der Frühling ist nicht nur gut für das Gemüt, sondern auch gut für das Abbremsen des Virus bei Temperaturen von 27 bis 28 Grad. Zwar gibt es hier unterschiedliche wissenschaftliche Angaben, aber wenn Wärme hilft, gibt es Hoffnung, dass es nach Ostern wieder aufwärts geht.

Nicht zuletzt ist ein Impfstoff möglicherweise näher als wir denken. Der Streit um den Tübinger Biopharmazeutik-Hersteller CureVac ist ein entsprechender Indikator. Trump will seine Wiederwahl sichern und hat sich persönlich in dem Tauziehen um die Firma eingesetzt. Schon in der zweiten Jahreshälfte dürfte es einen Impfstoff geben. Aus Marktsicht gesprochen, könnten die Aktien ihre Allzeithochs vielleicht schon in einem halben Jahr wieder erreichen und dann zügig überschreiten. Die Welt geht nicht unter. Wir stehen vor einer großen Belastungsprobe für Gesellschaft und Märkte, aber es gibt Gründe konstruktiv nach vorne zu schauen.

Die große Inflation – kommt sie?

Die Ankündigungen der Regierungen, neue Schulden in gewaltigem Ausmaß machen und die Versicherungen der Zentralbanken, Schulden „ohne Limit“ aufkaufen zu wollen, muss die Frage wecken: Was bedeutet das für die Inflation?

„Dazu ist es sinnvoll, zunächst drei Gedanken voranzustellen“, sagt Professor Dr. Thorsten Polleit, Chefvolkswirt der Degussa Goldhandel GmbH.

Erstens: Jede Geldmengenausweitung ist inflationär
Und zwar in dem Sinne, dass sie die Güterpreise – ob nun die Preise für Konsumgüter oder Vermögensgüter – auf ein Niveau bringt, das höher ist als das, das sich ohne Geldmengenausweitung einstellt.

Zweitens: Preisinflation zeigt sich nicht nur in Konsumgüterpreissteigerungen
Auch in der Verteuerung von Vermögensgütern wie Aktien, Anleihen, Häusern, Grundstücken, Kunstwerken und anderem zeigt sich Inflation. In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Geldmengenvermehrung der Zentralbanken nicht so sehr die Konsumgüterpreisinflation angeheizt, sondern vor allem die Inflation der Vermögenspreise.

Drittens: ohne Geld keine Preisinflation
Preisinflation – also der Befund, dass alle Güterpreise im Zeitablauf ansteigen – ist letztlich immer und überall ein monetäres Phänomen. Man kann auch verkürzt sagen: Ohne Geld keine Preisinflation. Polleit führt aus: „Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Entwicklung der Geldmenge – und ihre Verwendung durch die Geldhalter – entscheidend sein wird, wohin die Rettungspolitiken der Zentralbanken führen: ob zu Preisdeflation oder zu Preisinflation.

Versuch der Entwicklung einer Zukunftseinschätzung
– Die Ankündigung der Zentralbanken, dass Finanzsystem liquide und strauchelnde Schuldner mit neuem Geld über Wasser zu halten, wird vermutlich ihre Wirkung nicht verfehlen. Denn die Zentralbanken könnten den Bankenapparat jederzeit zahlungsfähig halten, sie könnten ihn auch rekapitalisieren, so Polleit. „Und beides führt nicht notwendigerweise zu einer Geldflut in den Händen der Unternehmen und Konsumenten, die die Inflation der Lebenshaltungsgüter in die Höhe treibt.“
– Die Preisinflation werde hingegen unweigerlich angetrieben, wenn die Zentralbanken neue Schulden der Staaten aufkaufen und die Käufe mit neuem Geld bezahlen. Polleit dazu: „Denn die Staaten werden das Geld ausgeben, für Lohnzahlungen, Sozialtransfers und Nachfrageprogramme, und es landet auf den Konten der Unternehmer und Konsumenten, die es zur Nachfrage nach Gütern einsetzen können – und sehr wahrscheinlich auch werden.“ Wenn die Wirtschaft sich im „Lockdown“ befindet, trifft eine steigende monetäre Nachfrage auf ein schrumpfendes Güterangebot. Steigende Güterpreise seien dann quasi unausweichlich, si der Professor.
– Könnte es nicht sein, dass die Banken ihr Kreditangebot einschränken, dass sie fällige Kredite ihrer Kunden nicht erneuern? „Das ist eine berechtigte Befürchtung“, sagt Polleit. „Allerdings haben die Zentralbanken dagegen schon vorgesorgt. Zum einen treiben sie durch ihre Ankündigung, de facto alle Schulden aufzukaufen und strauchelnde Schuldner mit neuem Geld zu versorgen, die Preise von allen Arten von Krediten (Firmen-, Konsumenten- oder Hypothekarkrediten) in die Höhe. Der Abschreibungsbedarf bei den Banken und damit der Eigenkapitalverlust der Banken werden auf diese Weise tendenziell abgemildert.“

Banken bekommen Kredit zum Nulltarif
Zum anderen bekommen die Banken mittlerweile bei den Zentralbanken Direktkredite zu de facto Nullzinsen. Im Euroraum können die Banken sich sogar mit Negativzinsen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) refinanzieren. Polleit: „Das gibt den Anreiz, ausstehende Kreditvolumina bei Fälligkeit zu erneuern. Wenn die Staaten den Kreditnehmern Kreditgarantien geben, besteht ein zusätzlicher Anreiz für die Banken, die ausstehenden Kredite zu verlängern und neue zu vergeben – vor allem wenn sie sie zu attraktiven Konditionen refinanzieren können.“ Der Knappheitsfaktor bei all dem sei das Eigenkapital der Banken. Aber auch in dieser Sache gebe es Bestrebungen, die für Entspannung zu sorgen.

Entspannung bei der Eigenmittelunterlegung von Krediten bei den Banken ist in Sicht
Beispielsweise sei man in Europa dabei, die Kreditvergabe- und Eigenkapitalregeln zu lockern. So sollen Abschreibungen auf notleidende Kredite ausgesetzt und Kapitalanforderungen reduziert werden. Im Notfall würden die Staaten vermutlich auch nicht davor zurückschrecken, Banken zu rekapitalisieren beziehungsweise zu verstaatlichen, wenn es gelte, die Kredit- und Geldversorgung aufrechtzuerhalten, vermutet Polleit. Das hätte natürlich weitreichende wirtschaftliche und gesellschaftliche Konsequenzen, aber es könnte zumindest vorübergehend eine Systemzusammenbruch abwenden beziehungsweise ihn weiter hinauszögern. (kb)

Die Märkte im „Puddingtest“ Dax: Sicher ist nur die Unsicherheit

Stand: 13.04.2020 13:58 Uhr

Trotz der Unwägbarkeiten hoffen viele Investoren auf eine Fortsetzung der Kurserholung: Aber Vorsicht vor einer Bärenmarktrally! Mit harte Rücksetzern sollte jederzeit gerechnet werden.

Für den Leitindex Dax wird es darum gehen, seinen Erholungskurs beizubehalten und noch mehr Abstand von seinem Tief Mitte März zu gewinnen, als die Corona-Krise den Index seit der Eskalation der Krise am Rosenmontag (24. Februar) um fast 40 Prozent hatte einbrechen lassen.

Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex 2,2 Prozent höher bei 10.564 Zählern geschlossen. In den USA hatte die Notenbank ein gewaltiges Kreditprogramm auf den Weg gebracht, mit dem rund zwei Billionen Dollar in die leidende Wirtschaft gepumpt werden sollen. Fed-Chef Jerome Powell versicherte, die Notenbank könne die Wirtschaft so lange wie nötig über Wasser halten: Zeitlich gebe es dafür keine Grenzen.

„Die Unsicherheiten bleiben extrem hoch“

Je mehr Konjunkturpakete seitdem geschnürt werden und je besser sich die Zahlen bei den Neuinfektionen mit Covid-19 entwickeln, umso häufiger wagen sich Anleger wieder aus der Deckung. Allein in der zurückliegenden Woche hat der Dax wieder fast 11 Prozent dazugewonnen. Das Problem: Die offizielle Quittung des weltweiten Lockdowns kommt erst noch. Wie stark sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie genau auf die Wirtschaft ausgewirkt haben, ist noch immer nicht klar zu beziffern.

Während Deutschland nach einer geeignete Exit-Strategie sucht, haben sich einige Länder bereits vorsichtig an eine Lockerung gewagt. Vor diesem Hintergrund sehen einige Experten schon jetzt wieder Licht am Ende des Tunnels. „Ein Hauch von Entspannung macht sich breit“, schrieb etwa Marktexperte Christian Apelt von der Landesbank Helaba.

ARD-Börse: Internationaler Wochenrückblick

13.04.2020 14:17 Uhr

Andere Beobachter werden nicht müde zu betonen, dass es sich hierbei um eine „Bärenmarktrally“ handeln dürfte, in der auf einen starken Absturz zwischenzeitlich deutliche Erholungsbewegungen folgen, bevor es zu weiteren Kurseinbrüche kommt. „Die Unsicherheiten bleiben extrem hoch“, hieß es in einer aktuellen Studie der DZ Bank. In den Gewinnschätzungen der Analysten würden sich die Folgen der Corona-Krise demnach bisher nur unzureichend wiederfinden. Gleichwohl berge die aktuelle Situation auch Chancen für risikobereite Investoren.

Die Märkte im „Puddingtest“

Aktienmarktexperte Robert Halver sieht in den anstehenden Osterfeiertagen nun den „Puddingtest“ für die Märkte. „Setzen in der nächsten Woche Dax und Co. ihre, wenn auch schwankungsstarke, Befestigung fort, stehen die Zeichen mindestens für eine Bodenbildung gut“, schrieb er. „Anderenfalls könnten umfangreiche Gewinnmitnahmen zu erneuten Kursrücksetzern von nervösen Anlegern führen.“

Konjunktur in der Krise: Rettungspakete werden geschnürt

Ökonomen gehen mittlerweile davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie um mehr als vier Prozent einbrechen wird. Am schlimmsten soll der Rückgang im zweiten Quartal ausfallen.

Aber die vielen Rettungspakete sind zumindest hilfreich: „Zusammen mit den enormen Anstrengungen der Notenbanken führt dies weltweit dazu, dass die staatlichen Hilfspakete etwa doppelt so hoch ausfallen als wir dies in der Finanzkrise vor etwa zehn Jahren gesehen haben“, schrieb Holger Ullrich von der DekaBank. „Das Ergebnis ist eine Stabilisierung von Unternehmen und Haushalten in der einkommenslosen Zeit.“

Die Märkte im „Puddingtest“ Dax: Sicher ist nur die Unsicherheit

Stand: 13.04.2020 13:58 Uhr

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Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex 2,2 Prozent höher bei 10.564 Zählern geschlossen. In den USA hatte die Notenbank ein gewaltiges Kreditprogramm auf den Weg gebracht, mit dem rund zwei Billionen Dollar in die leidende Wirtschaft gepumpt werden sollen. Fed-Chef Jerome Powell versicherte, die Notenbank könne die Wirtschaft so lange wie nötig über Wasser halten: Zeitlich gebe es dafür keine Grenzen.

„Die Unsicherheiten bleiben extrem hoch“

Je mehr Konjunkturpakete seitdem geschnürt werden und je besser sich die Zahlen bei den Neuinfektionen mit Covid-19 entwickeln, umso häufiger wagen sich Anleger wieder aus der Deckung. Allein in der zurückliegenden Woche hat der Dax wieder fast 11 Prozent dazugewonnen. Das Problem: Die offizielle Quittung des weltweiten Lockdowns kommt erst noch. Wie stark sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie genau auf die Wirtschaft ausgewirkt haben, ist noch immer nicht klar zu beziffern.

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13.04.2020 14:17 Uhr

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