Keine binären Optionen mehr für Privatanleger

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Keine binären Optionen mehr für Privatanleger?

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ESMA greift durch

Bereits seit zehn Jahren besteht die Möglichkeit auf die Kursentwicklung diverser Basiswerte mittels binärer Optionen (BOs) – gelegentlich auch Digitaloptionen genannt – zu spekulieren. Im Juni 2020 ließ die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA verlautbaren, es würde neue Regelungen für diese Form des spekulativen Derivatehandels geben. Am 2. Juli dann der Erlass: Der Handel mit binären Optionen ist für Privatanleger innerhalb der Europäischen Union verboten – vorerst galten die Bestimmungen für drei Monate. Nach einer erneuten Überprüfung wurden die Einschränkungen nun bis 31. Januar 2020 verlängert.

Personen, die als “professionelle Trader” eingestuft werden, dürfen weiterhin mit binären Optionen handeln.

Zum besseren Schutz des Kleinanlegers

Vereinfacht gesagt, sind binäre Optionen nichts anderes als eine Wette : Der Trader setzt darauf, ob ein Kurs innerhalb eines festgelegten Zeitraums steigt oder sinkt. Liegt er mit seiner Annahme richtig, gewinnt er. Liegt er hingegen falsch, verliert er seine Finanzwette.

Angelockt durch die Einfachheit dieses Konzepts und die Versprechungen unseriöser Anbieter auf schnelles Geld, fuhren viele Anleger, den Untersuchungen der nationalen Aufsichtsbehörden zufolge, nicht bloß negative Renditen , sondern häufig auch hohe Verluste ein. Dies ist nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass je nach Anbieter einer Gewinnprämie zwischen 70 und 90 % ein Verlust über 100 % des Einsatzes gegenübersteht. Um also überhaupt eine positive Bilanz erzielen zu können, muss der Trader wesentlich häufiger gewinnen als verlieren – und dies bei einer statistischen Gewinnwahrscheinlichkeit von 50:50!

Beispiel : Ein Trader setzt 100 Euro darauf, dass der Kurs steigt. Liegt er mit seiner Annahme richtig, darf er sich zusätzlich zu seinem Kapital über 80 Euro Prämie freuen. Verliert er jedoch seinen Trade, erhält der Broker die vollen 100 Euro. Der Broker verdient demnach unabhängig vom Ausgang der Finanzwette, da er ebenso dann 20 Euro kassiert, wenn der Trader gewonnen hat.

Betrug durch Anbieter möglich

Dass dieses lukrative Geschäft unzählige Anbieter, die sich ausschließlich auf den Binäroptionshandel spezialisierten, wie Pilze aus dem Boden sprießen ließ, bedarf keiner weiteren Erklärung. Konfliktträchtig war aber auch die Tatsache, dass diese Broker zumeist auch die Betreiber der Handelsplätze waren. Sie stellten also selbst die Kurse der Basiswerte, wobei sie sich lediglich an den Kursen der Referenzbörsen orientierten. Im Zuge dessen nahmen sie zugleich die Gegenposition zum Trader ein – eine für den Trader potentiell nachteilige Konstellation, da es in der Macht des Brokers stand, den Kurs zum eigenen Gunsten anzupassen.

Wer also halbwegs ernsthaft an der Börse handelt, wird binären Optionen keine Träne nachweinen. EU-Bürger, die trotz alldem weiterhin dieses Instrument nutzen möchten, müssen auf Offshore-Anbieter (z.B. in der Karibik) ausweichen, wo allerdings noch dubiosere Bedingungen vorherrschen als bei den bisherigen Anbietern in der EU.

Die Alternative: CFD-Handel

Risikofreudige Anleger, die ausreichend Erfahrung mit spekulativen Finanzinstrumenten mitbringen und sich über das hohe Risiko im Klaren sind, haben die Möglichkeit auf CFDs bzw. Differenzkontrakte auszuweichen. Da CFDs in der Regel keine Laufzeitbegrenzung besitzen, wird der Trader nicht unter solchen zeitlichen Druck gesetzt, wie es beim Handel mit binären Optionen der Fall war. Nichtsdestotrotz sind auch hier Totalverluste möglich .

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Aufgrund der Hochspekulativität dieser Geldanlage, wurde ab 1. August ebenso der CFD-Handel für “unbedarfte” Privatanleger eingeschränkt . Seitdem gelten folgende Regelungen:

  • Das Handelskonto muss bei einem Verlust von 50 % geschlossen werden.
  • Handelskonten dürfen keine negativen Saldi aufweisen.
  • CFD-Hebel sind auf maximal 30:1 beschränkt, wobei die Hebelhöhe von der Schwankungsanfälligkeit des Basiswertes abhängig ist: Somit ist bei Hauptwährungspaaren ein Hebel von maximal 30:1 erlaubt, bei exotischen Währungen sowie Gold und Indizes 20:1, bei Rohstoffen und kleineren Indizes 10:1, bei Aktien-CFDs 5:1 und bei Kryptowährungen 2:1.
  • Die Anbieter sind verpflichtet ihre Kunden über das Risiko aufzuklären sowie ihnen laufend Informationen über Verluste zukommen zu lassen.
  • Neukundengewinnung wird nicht mehr prämiert.

Während ESMA die neuen Vorschriften als einen großen Schritt hin zu mehr Kundenschutz feiert, wird das Thema unter Tradern heiß diskutiert – immerhin entzieht man damit vielen Anlegern, die sich der Risiken bewusst sind, die Freiheit das zu tun, was sie wollen!

Anleger, die größeren Wert auf Sicherheit legen, sollten von Derivaten Abstand halten und stattdessen auf Anlagemöglichkeiten wie Fonds oder ETFs zurückgreifen. Diese versprechen zwar eine weniger beeindruckende Rendite, bieten dafür aber ein signifikant niedrigeres Verlustrisiko .

Binäre Optionen: Ohne Handelsstrategie keine Gewinne

Themenübersicht:

Binäre Optionen sind ein relativ leicht zu handelndes Finanzprodukt. Auch ein völliger Börsenlaie versteht sofort das Funktionsprinzip. Es geht hier um das Spekulieren auf steigende oder fallende Kurse eines sogenannten Basiswertes. Das kann eine Aktie, ein Währungspaar (z. B. EUR/USD), ein Rohstoff (z. B. Öl oder Gold) oder ein Index (z. B. DAX) sein. In den physischen Besitz gelangen Anleger nicht, es wird nur auf die Kursentwicklung spekuliert.

Ein Trader wählt einen Basiswert aus und muss dann entscheiden, ob der Kurs am Ende gestiegen oder gefallen ist. Dabei kann er die Laufzeit des Trades individuell festlegen. Je nach Broker können das 30 Sekunden, mehrere Minuten oder Stunden, aber auch Tage und Wochen sein. Eine Call-Option wird eröffnet, wenn der Trader davon ausgeht, dass der Kurs seines Basiswertes bei Optionslaufzeit gestiegen ist. Hingegen eröffnet er eine Put-Option, wenn er glaubt, dass der Kurs seines Basiswertes am Ende gefallen ist. Hat der Trader mit seiner Einschätzung Recht, so erhält er den Gewinn, der vorher vom Broker festgelegt wurde. Lag er mit seiner Einschätzung falsch, ist der Einsatz verloren.

Der Binäroptionshandel besticht also durch ein einfaches Funktionsprinzip sowie den Vorteil, dass Gewinn und Verlust schon von Anfang an feststehen. Das Risiko ist somit relativ kalkulierbar. Außerdem können Privatanleger bereits mit geringen Summen in den Binäroptionshandel einsteigen. Anders, als beispielsweise CFD-Broker, verlangen Binäre Optionen Broker nur eine geringe Mindesteinzahlung. Im Durchschnitt müssen Trader lediglich 100 bis 250 Euro einzahlen, um mit dem Binäroptionshandel beginnen zu können. Von Vorteil ist zudem, dass auch die Einsätze je Trade oftmals sehr niedrig sind. Meist können Positionen schon für 5 oder 10 Euro eröffnet werden.

Trotz der Vielzahl an Vorteilen darf aber nicht vergessen werden, dass der Binäroptionshandel ein spekulatives Börsengeschäft ist. Dieses birgt schon in sich ein hohes Risikopotenzial. Um das Risiko zu minimieren, bedarf es einer Handelsstrategie. Ohne solch eine Strategie wäre das Traden zum Scheitern verurteilt. Jedoch setzt das Anwenden einer Handelsstrategie auch ein gewisses Grundverständnis für den Börsenhandel und das Grundwissen über die technische/fundamentale Analyse mit sich, um gute Kursprognosen abgeben zu können.

Das heißt, unerfahrene Trader müssen sich zunächst ein umfangreiches Wissen aneignen, bevor sie sich in die Börsenwelt begeben. Ohne dies wird der Binäroptionshandel zum Glücksspiel. Vergleichbar ist dies mit dem Poker-Spiel. Obwohl Poker zu den Glücksspielen gehört, kann das Spiel durch das Ausarbeiten von bestimmten Strategien positiv beeinflusst werden. Das Gleiche gilt auch für den Handel mit Binären Optionen.

Erfahrene und professionelle Trader erstellen sich einen Handelsplan, in dem sie ihre Handelsstrategien niederlegen. An diesen Plan wird sich dann strikt gehalten. Anfänger können den aufgestellten Handelsplan auch zunächst mithilfe eines Demokontos ausprobieren. Dieses wird von einigen Brokern kostenlos angeboten und Trader haben die Möglichkeit, den Binäroptionshandel risikolos kennenzulernen. Auch fortgeschrittene Trader nutzen die Demoversion, um an ihren Handelsstrategien zu feilen und diese zu optimieren. Insofern muss ein Trader ständig Zeit und Arbeit in den Binäroptionshandel investieren, wenn er wirklich erfolgreich sein möchte.

Die drei wichtigsten Handelsstrategien

In den vergangenen Jahren haben sich drei Handelsstrategien etabliert und als erfolgreich herausgestellt. Das ist die Trendfolge-, die Volatilitäts– und die Absicherungsstrategie. Gerade die Trendfolgestrategie ist recht einfach zu lernen und besonders für unerfahrene Trader geeignet. Die Volatilitätsstrategie erfordert hingegen mehr Handelserfahrung und die Absicherungsstrategie dient – wie der Name schon sagt – zur Absicherung gegen Verluste. Diese wird in der Regel nur von Tradern genutzt, die auch mit CFDs oder Devisen handeln.

Die Trendfolgestrategie

Die Trendfolgestrategie gibt es schon seit Jahrzehnten und wird am häufigsten angewendet. Diese liegt der Annahme zugrunde, dass ein Trend immer der Freund des Traders ist. Das bedeutet, dass niemals gegen einen vorherrschenden Trend gehandelt werden sollte.

Bei der Trendfolgestrategie geht es also darum, einem Trend zu folgen. Die Masse der Marktteilnehmer setzt auf steigende oder fallende Kurse. Im Zuge der Trendfolgestrategie folgt der Trader einfach den anderen Marktteilnehmern.

In der Vergangenheit hat sich die Trendfolgestrategie oft bewährt und aufgrund ihrer Einfachheit ist sie besonders für unerfahrene Trader sehr gut geeignet. Rein statistisch gesehen zeigt sich bei der Trendfolgestrategie, dass sich ein Trend mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen wird, als dass er umkehrt. Dabei ist das Erkennen eines Trends die größte Herausforderung bei dieser Strategie.

Trader müssen den optimalen Einstiegszeitpunkt finden. Hierzu muss erkannt werden, wann der Trend begonnen hat und wie lange sich dieser fortsetzen wird. In der Praxis ist das nicht ganz so einfach. Hier kommt dann die Chartanalyse zum Einsatz. Mithilfe von bestimmten Kursmarken kann dann festgestellt werden, wann der Trend beginnt und wie dieser sich entwickeln wird.

Wenn mindestens zwei höhere Hochs sowie zwei höhere Tiefs aufeinanderfolgen, kann von einem Aufwärtstrend gesprochen werden. Analog gilt dies für einen Abwärtstrend. Jedoch reichen diese Fakten nicht aus, um einen Trend zu erkennen oder dessen Zustand zu beschreiben. Hierfür werden Analysewerkzeuge, wie zum Beispiel Trendlinien und Trendkanäle genutzt. Bei den Trendlinien gilt, dass je häufiger eine Linie durch den Markt getestet wurde und nicht durchbrochen wird, desto besser kann die Linie eingeschätzt werden. Ein Trendkanal entsteht, wenn parallel zur Trendlinie noch eine zusätzliche Gerade gezogen wird. Wird die Trendlinie durchbrochen, so kann dies ein Hinweis auf einen Trendwechsel sein.

In der Regel unterschreitet der Kurs eine eindeutige Trendlinie leicht und der Trend setzt sich fort. Aufgrund dieser Schwierigkeit werden zusätzliche Filter benötigt. Beispielsweise können Unterschreitungen der Trendlinie auf Basis des Tagesschlusskurses berücksichtigt werden.

Einen günstigen Einstiegspunkt gibt es immer in der Nähe der Trendlinie. Wenn sich der Trend fortsetzt, muss der Kurs zwingend steigen. Sollte der Kurs jedoch deutlich oberhalb der Linie liegen, wird es wahrscheinlich eine Kurskorrektur geben, sodass nicht in den Handel eingestiegen werden sollte.

Oftmals werden auch gleitende Durchschnitte (GD) genutzt, die es in nahezu jeder Chartsoftware gibt. Dabei ist das Prinzip eines GD auf Tagesbasis mit zehn Perioden recht simpel. So ergeben die Schlusskurse der vergangenen zehn Tage den Wert des GD am Tag XY. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es unterschiedliche Varianten von GDs gibt. Relevant sind vor allem exponentielle und lineare Gewichtungen. Diese geben dem jüngeren Kurs einen höheren Stellenwert, womit die Sensitivität des GD für Kursveränderungen erhöht wird.

Die Volatilitätsstrategie

Die Volatilitätsstrategie kommt neben der Trendfolgestrategie auch sehr häufig zum Einsatz. Bereits an der Bezeichnung lässt sich erahnen, worum es bei dieser Strategie geht. In welche Richtung sich der Kurs bewegt, ist bei der Volatilitätsstrategie unerheblich. Hier muss sich der Kurs eines Basiswertes in einer größtmöglichen Spanne bewegen.

Wenn ein Kurs relativ großen Schwankungen unterliegt, funktioniert die Volatilitätsstrategie besonders gut. Derartige Schwankungen können beispielsweise bei einer Aktie entstehen, wenn die aktuellen Bilanzzahlen veröffentlicht werden. Ebenso können News zu Währungen oder Rohstoffen große Kursschwankungen auslösen. Hier müssen Anleger dann nicht vorhersagen, in welche Richtung sich der Trend bewegt. Vielmehr geht es darum, dass der Kurs stark steigt oder fällt. Insofern geht es hier also um eine extreme Bewegung. Um diese Handelsstrategie zu verfolgen, wird dann in der Regel eine Call- und Put-Option mit dem gleichen Basiswert eröffnet.

Am besten lässt sich dies anhand eines Beispiels erklären. Wie schon erwähnt, wird gleichzeitig eine Call- und eine Put-Option eröffnet. Allerdings eigenen sich hierfür am besten die One-Touch-Optionen. Diese müssen innerhalb der Laufzeit einen vom Broker festgelegten Zielkurs berühren. Steht ein besonderes Ereignis bevor, das den Kurs eines Basiswertes ordentlich ins Schwanken bringen kann, können zwei Optionen eröffnet werden. Dabei kann es lediglich zu zwei Szenarien nach Veröffentlichung der News geben: Entweder der Kurs steigt stark an oder fällt stark ab. Um beide Szenarien abzudecken, wird deshalb eine One-Touch-Put-Option und eine One-Touch-Call-Optionen eröffnet. Beide Optionen müssen die gleiche Laufzeit haben. Auch der Einsatz muss gleich hoch sein.

Erfolgschancen der Volatilitätsstrategie

Je nach Broker können bei den One-Touch-Optionen enorm hohe Renditen erzielt werden. Meist liegen diese weit über 500 Prozent. Diese hohe Rendite ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg der Volatilitätsstrategie.

Ein Beispiel:

Es wird eine One-Touch-Call-Option mit 200 Euro eröffnet. Gleichzeitig wird eine One-Touch-Put-Option ebenfalls mit 200 Euro gebucht. Die Rendite beträgt in beiden Fällen 500 Prozent. Ein Gewinn wird erzielt, wenn der aktuelle Kurs von 11,30 innerhalb der nächsten drei Stunden das Kursziel von 12,50 für die Call-Option oder das Kursziel von 10 für die Put-Option erreicht. Nun gewinnt die Call-Option und die Put-Option verliert. Zwar sind bei letztgenannter Position 200 Euro verloren, die gewonnene Call-Option erzielt aber einen Gewinn in Höhe von 1.000 Euro, was den Verlust ausgleicht.

Die Volatilitätsstrategie ist aber kein Garant für einen Gewinn. Es kann genauso gut passieren, dass beide Kursziele nicht erreicht werden und der gesamte Einsatz von 400 Euro verloren ist. Hingegen kann es auch sein, dass beide Positionen gewinnen und es wird ein Gewinn von 2.000 Euro erzielt.

Wer diese Volatilitätsstrategie anwendet, muss sich mit den Tücken dieser Strategie sehr gut auskennen, weshalb sich diese nur für erfahrene und professionelle Trader eignet. Neueinsteiger, die noch keine ausreichende Handelserfahrung mit Binären Optionen gesammelt haben, sollten sich zunächst nur mit der Trendfolgestrategie beschäftigen.

Die Absicherungsstrategie

Die Absicherungsstrategie wird sehr häufig von Tradern genutzt und wird auch als Heding-Strategie bezeichnet. Hier geht es darum, mittel- oder langfristige Trades gegen Verluste entsprechend abzusichern. Der Gewinn steht hier nicht im Vordergrund, sondern die Absicherung. In der Regel werden Binäre Optionen genutzt, um Handelspositionen im CFD– oder Forex-Trading abzusichern. Binäre Optionen eignen sich deshalb so gut dafür, weil sie sehr flexibel sind.

Wie die Absicherungsstrategie funktioniert, lässt sich gut an einem Beispiel erklären. Ein Trader hat das Währungspaar EUR/USD gehandelt. Jetzt hofft der Trader natürlich, dass die Währung Euro an Wert gewinnt. Aber auch das Gegenteil kann eintreffen, weshalb der Trader seine Position gegen Verluste absichern möchte. Nun könnte der Trader eine Put-Option mit dem Währungspaar USD/EUR eröffnen. Verliert der Euro an Wert, so würde er im Forex-Trading einen Verlust erleiden. Die Binäre Option gewinnt hingegen, wenn der Euro-Kurs sinkt.

Um die Absicherungsstrategie noch mehr zu verdeutlichen ein weiteres Beispiel: Der Trader geht im EUR/USD eine Long-Position auf steigende Kurse ein. Der Kurs liegt bei 1,2200. Erst einige Tage später wird der Euro bei 1,2500 USD gehandelt, womit der Trader 300 Pips gewinnt. Es wird hier angenommen, dass der Trader eine Positionsgröße von 100.000 Euro hat und eine Margin zwischen 500 und 2.000 Euro hinterlegt hat. Somit hätte der Trader 3.000 Euro gewonnen.

Nun geht der Trader davon aus, dass der Euro-Kurs weiter steigt und möchte den Trade länger behalten. Um Verluste abzusichern, eröffnet er eine EUR/USD-Position gegen einen fallenden Kurs bei einem Binären Optionen Broker.

Unterschied zwischen konservativer und aggressiver Absicherungsstrategie

Das Heding gibt es in den unterschiedlichsten Varianten. Hauptsächlich wird hier zwischen der konservativen und aggressiven Absicherungsstrategie unterschieden. Dabei werden bei der konservativen Absicherungsstrategie meist einfache Binäre Optionen genutzt und dem Trader geht es darum, Verluste entsprechend abzusichern. Hingegen nutzen Trader bei der aggressiven Absicherungsstrategie in der Regel die One-Touch-Optionen, die wesentlich anspruchsvoller und schwieriger zu handeln ist, als die normalen Call- und Put-Optionen. Neben der Absicherung etwaiger Verluste wolle sich Trader so noch einen zusätzlichen Gewinn erwirtschaften, denn bei vielen Brokern kann diese Handelsart im High-Yield-Modus gehandelt werden. Das heißt, dass hier besonders hohe Renditen locken. Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass diese Handelsart auch wesentlich risikoreicher ist.

Unerfahrene Trader sollten sich zunächst nicht mit der Absicherungsstrategie beschäftigen, sondern sich auf die Trendfolgestrategie beschränken. Wenn diese über einen längeren Zeitraum erfolgreich umgesetzt wurde, kann zur Volatilitätsstrategie übergegangen werden. Die Absicherungsstrategie wird in der Regel nur von professionellen Tradern genutzt, die neben Binären Optionen auch noch CFDs handeln oder im Forex-Markt aktiv sind.

Binäre Optionen Gefährliches Börsenspiel

von von Andreas Braun

Stand: 19.07.2020, 14:17 Uhr

Der Markt der Finanz-Derivate ist auch in Deutschland seit ein paar Jahren um eine Variante reicher. Mit „binären Optionen“ wird der Handel zum Finanzabenteuer in eigener Sache. Entweder es werden große Gewinne eingefahren – oder der Einsatz ist futsch.

„Cash or Nothing“, so lautet die offizielle Bezeichnung einer Optionsspielart, bei der es nur die Alternativen „hopp“ oder „top“ gibt. Mit binären Optionen, auch „digitale Optionen“ genannt, gibt es in der Regel keine Abstufungen zwischen Gewinn und Verlust. Tritt ein bestimmtes Ereignis ein, wie etwa ein Anstieg des Dax auf eine bestimmte Marke zum Schlussstand, ist Zahltag für den Spekulanten. Geschieht dies aber nicht, hat sich die Margin, die zum Kauf der entsprechenden Option eingesetzt wurde, in Nullkommanichts in Luft aufgelöst.

Binäre Optionen unterscheiden prinzipiell nur zwischen zwei Alternativen. Schließt der Euro im Verhältnis zur US-Währung heute über 1,17 Dollar oder nicht? Berührt der Dax während des Monats Juli einmal die Marke von 13.000 Punkten oder wird es nichts mit dem neuen Gipfelsturm? Gerade die Schlichtheit der klaren Alternativen bei binären Optionen hat die Wetten in den vergangenen Jahren in ihrer Beliebtheit steigen lassen.

Gegenüber sitzt nur der Broker

Ähnlich wie bei CFDs handelt es sich bei binären Optionen nicht um Wertpapiere, wie Aktien, Anleihen oder auch Zertifikate. Eigentlich stellen beide Anlagevarianten eine Vereinbarung mit dem Emittenten dar, der mit den Produkten einen Markt abbildet. Anders als an den klassischen Aktien-, aber auch Terminmärkten gibt es keinen Handelspartner am Markt, sondern nur den Broker, der auch gleichzeitig Anbieter der „Wette“ ist.

Aufsicht untersagt Handel für Privatanleger

Diese neue Finanzwette wird von einer Reihe von CFD-Brokern angeboten, die in Deutschland ansässig sind oder deutsche Tochterfirmen betreiben. Nachdem die Europäische Aufsichtsbehörde ESMA die Vermarktung und den Handel in der EU für Privatanleger seit Juli 2020 untersagt hat, sind die „binarys“ nur noch für als „professionelle Trader“ eingestufte Kunden erhältlich. Viele Broker haben die Produktkategorie inzwischen auch aus ihrem Angebot entfernt.

Neben inzwischen arrivierten und streng regulierten Handelsanbietern tummeln sich im Dunstkreis der CFD- und Options-Anbieter aber auch weniger durchschaubare Angebote. Dazu gehört etwa 24Option, das Kunden in der Vergangenheit mit aggressiven Verkaufsmethoden ködert.

Schon der „Spread“ zwischen maximalen Verlust und maximalem Gewinn zeigen bei den binären Optionen aber, dass die Investoren mit ihren Annahmen schon deutlich öfter richtig als falsch liegen sollten, wenn sie als Gewinner aus dem Spiel mit binären Optionen hervorgehen wollen. Üblich sind maximale Gewinnquoten von 70 bis 80 Prozent, im Verlustfall muss der Kunde aber einen 100-prozentigen Verlust realisieren.

Auf dem EU-Ticket

Vor dem Verbot reichte nach Auskunft der deutschen Börsenaufsicht BaFin vielen der Anbieter bereits eine EU-weite Notifikation aus, um in Deutschland tätig zu werden. Dabei wird auf der Basis einer Erlaubnis im Ursprungsland eine bloße Zulassung des Geschäfts in einem beliebigen anderen Land der Gemeinschaft beantragt. Eine Regulierung im eigentlichen Sinne ist damit jedoch nicht verbunden.

Die BaFin hat Listen der bei ihr registrierten Finanzanbieter auf ihrer Internet-Seite zugänglich gemacht. Dass selbst Regulierung aber nicht vor Zahlungsausfall schützt, zeigt das Beispiel des deutschen CFD-Brokers FXdirekt. Dessen Geschäftstätigkeit wurde von der BaFin im Dezember 2020 kurzerhand untersagt. Das Unternehmen war durch Überschuldung in die Insolvenz geschliddert. Immerhin können die Kunden zum Großteil entschädigt werden, da die FXdirekt Bank AG der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) angehört.

Warum Binäre Optionen verboten sind

Philipp Neuberger
Zuletzt aktualisiert: 25. Februar 2020

Binäre Optionen sind ein Finanzprodukt, welches Wetten auf Kursanstieg oder Kursabstieg erlaubt. Das Wort “Binär” drückt dabei aus, dass beim Trading nur zwei Optionen zur Auswahl stehen. Die Art des Tradings gleicht dabei einem Glücksspiel, bei dem das Verlustrisiko größer als die Gewinnchance ist. Aufgrund des spekulativen Charakters sind Binäre Optionen in der EU verboten. Institutionelle Trader dürfen das Produkt allerdings weiterhin handeln.

  • Da der Handel mit binären Optionen hochspekulativ ist, ist er für Privatanleger verboten.
  • Auch professionelle Anleger sollten nicht ohne Strategie und Tradingplan tätig werden.
  • Nur kleine Beträge pro Position investieren: Einsteiger max. 1 % bis 2 %, Profis max. 5 %.
  • Den Broker vorab gründlich auf Seriosität checken.
  • Vielfalt der Basiswerte und Laufzeiten prüfen.
  • Emotionen vor der Tür lassen. Sie können beim Traden mehr schaden als nutzen.
  • Eine erlaubte Alternative zu Binären Optionen sind CFDs (Contracts for Difference).

Süßes oder Saures – Die zwei Seiten der Binäroptionen

Binäre Optionen sind spezielle Finanzderivate, deren Prinzip so einfach wie riskant ist. Bei ihnen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Cash oder leere Taschen. Anleger spekulieren auf einen Kursanstieg oder Kursabfall. Zwei Gewinnchancen, das kennt jeder vom Roulette und ist auch für Börsen-Laien verständlich. Tritt der Fall ein, auf den der Anleger getippt hat, gewinnt er. Im anderen Fall geht er komplett leer aus.

Binäre Optionen sind auch als Alles-oder-Nichts-, One-Touch-, Up-and-down– oder digitale Optionen bekannt. Die letzte Bezeichnung gibt einen guten Hinweis auf das Konstrukt, das dahinter steht. Das führt zur Mathematik, genauer gesagt zum Binärsystem. Es arbeitet mit den Zahlen 0 und 1, die zwei unterschiedliche Zustände bezeichnen.

Der Anleger setzt auf eine bestimmte Entwicklung innerhalb eines festgelegten Zeitraums. Diese kann hinsichtlich Preis, Kurs oder Wert der Basiswerte variieren.

  • Hat der Anleger falsch getippt, entspricht dies der „0“ im mathematischen Binärsystem. Das Kapital ist verloren, der Anleger geht leer aus.
  • War die Prognose richtig, entspricht das der „1“ im Binärsystem, was zu einer Auszahlung oder einer Wiederanlage der Option führt.

Basiswerte sind Aktien, Währungen, Rohstoffe oder Indizes. Nach Auswahl des Basiswertes tippt der Anleger, ob der Kurs am Ende der Laufzeit gestiegen oder gefallen sein wird.

  • Nimmt er an, dass der Kurs steigt, bucht er eine Call-Option.
  • Glaubt er nicht daran, bucht er eine Put-Option für den Kursrückgang.
  • Jetzt darf er noch Laufzeit und Einsatz festlegen und schon ist er dabei.

Bei diesen Varianten spielt es keine Rolle, wie sich der Kurs während der Laufzeit verhält. Maßgeblich ist deren Ende.

  • Hat der Anleger dann richtig getippt, ist die Option „im Geld“ und er bekommt seinen Gewinn.
  • War der Tipp falsch, ist die Option „aus dem Geld“ und damit auch aus dem Portmonee seines Anlegers.

Um die nötige Kundschaft anzulocken, entwickeln Broker immer wieder neue kreative Spielarten. Hier eine nicht vollständige Auswahl:

  • Beliebt sind beispielsweise die Turbo-Varianten, die eine blitzschnelle Entscheidung vom Anleger erfordern und nur 1 Minute laufen.
  • Noch mehr Nervenkitzel bietet die One-Touch-Variante, bei der auch die Entwicklung während der Laufzeit eine Rolle spielt. Hier muss eine Prognose abgegeben werden, ob der Kurs eine festgelegte Marke erreicht. Nur dieser „one touch“ spült dem Anleger Geld in die Kasse.
  • Das umgekehrte Ziel hat der Anleger bei der „no touch-Variante“. Hier darf der Kurs des Basiswertes auf keinen Fall einen bestimmten Zielkurs erreichen. Was so einfach klingt, setzt Erfahrungen in Analysetechnik und Hintergrundwissen voraus.
  • Beim Pair-Trading spekuliert der Anleger auf die Entwicklung zweier Basiswerte, die ein Paar bilden (beispielsweise 2 Aktien der gleichen Branche). Trader brauchen hierzu viel Hintergrundwissen und bei Aktien etwas Geduld.

Spekulationsgeschäfte mit binären Optionen: Riskante Anbieter, riskante Produkte

Zwar sind mit Spekulationsgeschäften im besten Fall hohe Gewinne möglich, aber auch hohe Verluste. Wer glaubt, beim Traden mit Binäroptionen nebenbei das große Geld machen zu können, landet schnell in der Schuldenfalle. Viele Kleinanleger (entspricht § 67 Abs. 3 WpHG) unterliegen dem Reiz der so simpel erscheinenden Geldanlage.

Tatsächlich sind binäre Optionen komplexe Termingeschäfte. Die Berechnung ihrer Wertentwicklung und des Basiswerts ist für einen Laien auf den ersten Blick intransparent. Die Preisgestaltung ist nicht weniger schwierig. Der Anbieter legt hierzu marktbezogene Eintrittswahrscheinlichkeiten fest. Zu jeder Option werden Risikoaufschläge oder anderweitige Gebühren gerechnet. Den Preis kann der Kleinanleger weder nachvollziehen noch anfechten. Bereits durch die Kosten hat das Produkt in der Regel eine negative Rendite.

Um Gewinne aus dem Produkt zu erwirtschaften, müsste der Anleger die zu erwartenden Erträge regelmäßig übertreffen. Eine Prämisse, die aufgrund der Preisgestaltung bei der Mehrheit der Kunden kaum zutreffen kann. Schließlich erwirtschaften die Produktanbieter erst durch Gebühren und Anlegerverluste ihren Ertrag. Sie bestimmen Kosten und Zahlung bei Ablauf einer Laufzeit. Interessenskonflikte und die Gefahr von Manipulationen zugunsten der Anbieter sind daher vorprogrammiert.

Umgekehrt proportionale Gewinne und Verluste bei Binären Optionen

Nicht nur die Anlageform selbst ist bei binären Optionen riskant, sondern auch die Broker. Denn angeboten werden Spekulationsgeschäfte von Brokern, die länderübergreifend arbeiten. Der Begriff „Broker“ ist nicht geschützt. Sie arbeiten überwiegend mithilfe des Internets, zum Teil sogar über Spielautomaten.

Häufig handelt es sich um Unternehmen im Ausland, die auf ihrer Verkaufsplattform im Netz weder ein Impressum noch eine andersgeartete Kontaktmöglichkeit aufweisen. Diese im Nachhinein zu belangen, ist schon deshalb kaum möglich. Ihr Erfolg lässt Anbieter in allen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) aus dem Boden schießen.

Dies wirkt sich auf das Produkt aus. Weil die Bedingungen der Binäroptionen wie Preisgestaltung, Wertentwicklung und Abrechnung nicht standardisiert sind, ist eine Vergleichbarkeit für den Anleger nicht gegeben. Werden binäre Optionen als Paket angeboten, besteht keine Möglichkeit mehr, Angebote objektiv zu prüfen.

Binäroptionen haben Gewinnspielcharakter

Auch vom Umstand, dass binäre Optionen in der Regel kurzfristig angelegt sind und manchmal bereits nach wenigen Minuten fällig werden, geht eine Gefahr aus. Der Reiz des Spekulierens verstärkt sich noch und lässt die Hemmschwelle vor hohen Einsätzen zusätzlich sinken.

Währenddessen handeln Anbieter von binären Optionen weitgehend unkontrolliert. Ihr Engagement gilt in erster Linie ihrem eigenen Erfolg, was hohen Gewinnen der Anleger entgegensteht. Je größer das gehandelte Volumen, desto größer der Gewinn des Produktanbieters. Da Kundenkonten häufig nur über eine begrenzte Laufzeit genutzt werden, muss der Anbieter konstant für Neuanleger sorgen. Das forciert aggressive und reißerische Vermarktungs- und Verkaufsmethoden.

Länder melden Beschwerden über Boni-Bedingungen

Dazu gehören kreative Angebote nicht-monetärer Art wie Autos, Urlaube, E-Bikes, Smartphones, Tablets etc. Auch monetäre Anreize wie ein Willkommensbonus oder gestaffelte Volumensboni sowie reduzierte Gebühren sollen animieren, binäre Optionen im großen Stil zu handeln. Solche Angebote blenden Anleger und lassen sie übersehen, welche horrenden Bedingungen damit einhergehen.

  • Die französische Behörde FR-AMF meldete beispielsweise, dass Anleger das 20-30-fache des Bonusbetrages investieren müssen, um diesen zu erhalten.
  • Die belgische KNF teilte mit, dass es Kundenbeschwerden gebe, weil aus dem gleichen Grund Anleger ihr Geld nicht ausgezahlt bekämen.
  • Die PL-KNF meldete, dass Smartphones und Tablets mit dem Vorteil angeboten würden, Anleger könnten mit diesen Geräten die Wertpapierfirma besser erreichen. Ein Vorteil, der offenbar suggeriert, dass man das Unternehmen mit eigenem Handy zwecks Auszahlung nicht erreichen könne.

Vorübergehende Verbote von Binären Optionen innerhalb der EU für Privatanleger

Alles in allem eine Situation, die eher nachteilig für Anleger und mehrheitlich positiv für Anbieter konstruiert ist. Aus diesem Grund hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde am 22.05.2020 in ihrem Erlass „Additional information on the agreed product intervention measures relating to contracts for differences and binary options“ Vermarktung und Verkauf an Kleinanleger vorübergehend verboten. Seit dem 02.07.2020 dürfen nur noch professionelle Anleger mit Binären Optionen handeln. Für Deutschland arbeitet die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) an einer nationalen Regelung und hat eine Allgemeinverfügung erarbeitet, die aktuell in Anhörung ist.

Maßgeblich für das Verbot war, dass Vermarktung und Vertrieb der Anbieter ähnlich wie Glücksspiele angelegt seien. Es wurden Fälle bekannt, in denen Anleger mehrfach in kurzen Zeitabständen ohne Berücksichtigung ihrer finanziellen Situation riskante Wetten platzierten. Hohe Verluste waren dabei systemimmanent.

Das Glücksspielverhalten wird durch die Kombination aus vermeintlicher Einfachheit der Anlageform und aggressiver Vermarktung gefördert. Das bestätigte die Internationale Vereinigung der Wertpapieraufsichtsbehörden (International Organization of Securities Commissions (IOSCO) in ihrem Bericht, der u. a. Grundlage der Entscheidung zum Verbot war.

Länder reglementieren Spekulationsgeschäfte

Auch wenn die Schätzung der Anlegerzahlen aufgrund der oft kurzen Lebensdauer der Konten schwierig ist, ist deren Zahl von ca. 1,5 Mio. in 2020 auf ca. 2,2 Mio. im Jahr 2020 angewachsen. Daraus haben verschiedene Länder der EU Konsequenzen gezogen.

  • Bereits in 2020 wurden in Belgien nicht nur bestimmte außerbörslich gehandelte Derivate für Kleinanleger verboten, sondern auch aggressive und unangemessene Vertriebstechniken. Dazu gehören Angebote durch Callcenter, fiktive Geschenke oder Boni.
  • Ebenfalls in 2020 hat Frankreich Werbemaßnahmen zu binären Optionen bei Privatpersonen verboten.
  • In 2020 haben Spanien und Zypern umfangreiche Auflagen für Produktanbieter binärer Optionen erlassen. Demnach mussten diese von ihren Anlegern schriftliche Bestätigungen einholen, dass sie über das Risiko, die Kosten und die ablehnende Haltung der national zuständigen Behörde ES-CNMV informiert sind. Diese Regelung gilt weiterhin.
  • Die nationale portugiesische Behörde PT-CMVM hat in 2020 alle Wertpapierfirmen des Landes aufgefordert, Derivate, die mit Kryptowährungen verknüpft sind, zu unterlassen, wenn sie die vollumfängliche Information der Kunden nicht gewährleisten können.
  • Von der griechischen Behörde EL-HCMC wurde 2020 ein warnendes Schreiben zur Problematik der Binäroptionen herausgegeben.
  • Die norwegische Behörde Finanstilsynet hat 2020 ein Konsultationspapier zum Verbot entsprechender Optionen für Kleinanleger veröffentlicht

Inzwischen schlägt das Thema auf die Sozialen Netzwerke durch. Facebook ­ das sonst betont unbeteiligte Netzwerk ­ hat seit 30.01.2020 jegliche Werbung zu binären Optionen untersagt. Als Begründung wird angegeben, dass es Facebook nicht möglich sei, zwischen betrügerischem und seriösem Angebot zu unterscheiden.

Nationaler Entwurf erlaubt Ausnahmen

Deutschland hat das vorläufige Verbot innerhalb der EU abgewartet. Da zwar nach aktuellem Stand keine Anbieter hierzulande ansässig sind, jedoch grenzüberschreitend mit deutschen Anlegern handeln, ist eine nationale Lösung nach Auslaufen des EU-weiten Verbots notwendig. Das bestätigt eine groß angelegte Betrugsmasche per Telefon und E-Mail aus Israel, die durch die Presse publik gemacht wurde. Israel hat bisher wenig Regularien zu diesem Thema, daher lässt sich dort frei agieren. Die betroffenen Anleger kommen aus aller Welt, auch aus Deutschland.

Der nationale Entwurf eines Verbots soll nicht alle binären Optionen verbieten. Erlaubt werden soll der Vertrieb an Kleinanleger, wenn das Produkt u. a. diese Bedingungen erfüllt:

  • der Zeitraum zwischen Ausgabe und Fälligkeit beträgt mindestens 90 Tage
  • es gibt einen veröffentlichten Prospekt, der nach dem Wertpapierprospektgesetz gebilligt ist
  • der Anbieter erzielt mit dem Produkt nur das, was er als Provision oder Gebühren ausgewiesen hat

Ob diese Ausnahme umgesetzt wird, erfahren wir jedoch erst nach Veröffentlichung der endgültigen Maßgabe. Bis dahin gilt für Kleinanleger das EU-weite Verbot für binäre Optionen.

Binäre Optionen: 5 Tipps für professionelle Anleger

Professionelle Anleger dürfen noch mit Binäroptionen handeln, weil man bei ihnen voraussetzt, dass sie versiert mit den komplexen Produkteigenschaften und Rahmenbedingungen umgehen. Doch auch erfahrene Anleger sollten sich gut vorbereiten und vorsichtig an den Handel gehen. Binäre Optionen sind hoch spekulativ und können erhebliche Verluste generieren. Wer es als professioneller Anleger dennoch testen möchte, sollte diese Tipps umsetzen:

1. Tipp: Risiken abwägen

Wer sein Geld anlegen will, findet trotz Niedrigzinsphase viele Möglichkeiten. Ob der Handel mit binären Optionen das Richtige ist, muss gut überlegt sein. Der Einsatz von Risikomanagementtools, mit denen der Verlust begrenzt werden kann, können unterstützen. Broker, die eine Verlustabsicherung anbieten, helfen zusätzlich dabei, Risiken zu begrenzen.

2. Tipp: Strategie entwickeln

Bevor Du in den Handel mit binären Optionen einsteigst, ist eine belastbare Strategie gefragt. Traden erfordert einen durchdachten Plan, den Du ohne spontane Aktivitäten einhältst. Inhalte sollten das einzusetzende Kapital, die angestrebte Stückelung, interessante Basiswerte und die persönliche Schmerzgrenze sein.

Ein kostenfreies Demokonto bei einem Broker kann bei der Ausarbeitung der Strategie hilfreich sein. Auch Marktanalysetools unterstützen bei der Konzeptionierung.

3. Tipp: Broker testen und auswählen

Der Broker spielt eine gewichtige Rolle beim Handel mit binären Optionen. Um hier den geeignetsten Broker zu finden, sollten mehrere Kriterien abgecheckt werden. Dazu gehört eine geringe Mindesthandelssumme, Gebühren, ein kostenloses Demokonto des Brokers, möglichst viele Basiswerte und Handelsarten, die Regulierung und eine hohe Rendite. Sieh Dir vor allem die Zertifizierung des Brokers an. Eine offizielle Lizenzierung durch Finanz- und Regulierungsbehörden sollte vorhanden sein. Pflicht sind auf der Website zudem Impressum, Datenschutzerklärung, AGB und Risikohinweis.

4. Tipp: Kapital stückeln

Aufgrund der hohen Risiken das zur Verfügung stehende Kapital nie komplett in eine Position investieren. Stattdessen maximal 5 % pro Position einsetzen, sodass bei Verlusten noch Kapital zur Verfügung steht. Dabei das Geld auf verschiedene Basiswerte und Laufzeiten aufteilen.

5. Tipp: Sachlich bleiben

Vor allem reizvolle Angebote wie Autos, Elektronik und Boni lassen die Emotionen aufkochen. Wer in einer emotionsgeladenen Stimmung ins Traden kommt, kann keine nüchternen Entscheidungen treffen. Das Risiko steigt noch höher als ohnehin bei binären Optionen. In stimmungsgeladenen Momenten sollte das Traden besser verschoben werden.

6. Tipp: Boni-Bedingungen hinterfragen

Broker bieten vielseitige Anreize für hohen Handelsumsatz. Boni und Sachwerte sollten vor ihrer Annahme auf ihre Bedingungen hin geprüft werden. Auch Broker haben nichts zu verschenken und verlangen das x-Fache an Umsatz, bevor sie den Bonus auszahlen. Bedingungen, die mehr als maximal das 40-Fache an Umsatz erfordern, sollten nicht akzeptiert werden. Denn wird der Bonus vom Anleger beantragt, bevor der vereinbarte Handelsumsatz erbracht wurde, erfolgt keine Auszahlung. Das führt regelmäßig zu verärgerten Anlegern. Daher empfiehlt es sich, die Boni-Bedingungen vollständig zu lesen.

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Wie viel in binäre Optionen zu investieren
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