Optionen Ratgeber

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Contents

Optionen

Futures und Optionen handeln – so funktioniert es!

Online Termingeschäfte erfreuen sich großer Beliebtheit und werden längst nicht nur von erfahrenen Börsenprofis, sondern auch von immer mehr Anfängern als Chance für eine schnelle Akkumulation von Geldern betrachtet. Nie war der Handel einfacher als heute, da die Anmeldung auf einer Online Plattform ausreicht und Sie direkt ins Geschäft einsteigen und mit Futures, Binären Optionen oder anderen Derivaten einsteigen können. Dank direkt auf der Plattform gebotener Hilfsmittel und zahlreicher Strategien vermuten Spekulanten das schnelle Geld und lassen sich von hohen Renditeversprechen leiten. Der Ratgeber zeigt Ihnen, worauf Sie im Handel achten und welche Fehler Sie vermeiden sollten. Denken Sie an den Tipp, dass nicht nur eine hohe Rendite, sondern auch der vollständige Verlust Ihres Einsatzes, sowie ein den Einsatz übersteigender Verlust die Folge beim handeln sein können. Ehe Sie mit dem Handel beginnen, sollten Sie die Unterschiede zwischen Futures und anderen Derivaten kennen und die Praktik im Handel verinnerlichen. Bei Futures wählen Sie ein zeitlich gebundenes Termingeschäft, dessen Erfolgsrate in der Zukunft liegt. Anders als beim Handel mit einer Option haben Sie kein Wahlrecht, sondern nutzen ein geschlossenes und an den Ablaufzeitpunkt gebundenes Geschäft.

Das sind die Grundlagen: Optionen an der Börse kaufen

Ein wichtiger Tipp vor dem Kauf: Möchten Sie eine Option erwerben, kaufen Sie diese zum aktuellen Basiswert an und können zwischen verschiedenen Kursentwicklungen entscheiden. Hier im Ratgeber erfahren Sie, wie Sie den Trend erkennen und eine Tendenz in die Spekulation, dem handeln an der Börse einfließen lassen können. Der Basiswert ist der Wert, den die Option zum Zeitpunkt des Kaufes aufweist. Im Handel können Sie auf einen steigenden oder fallenden Kurs setzen und einen spekulativen Tipp abgeben, ob sich die Option in ihrem Wert erhöht oder ob sie sinkt. Während der Handel in der Vergangenheit nur auf gewerblicher Basis und über Banken, beziehungsweise die Börse selbst möglich war, können Sie heute über seriöse Online Portale Optionen erwerben und Ihre Tendenz als Tipp abgeben. Ein Termingeschäft, zu dem auch die Option zählt, ist von vielen Faktoren abhängig und immer spekulativ. Es gibt viele Ratgeber, die über die Vor- und Nachteile, über Tipps und Tricks berichten und Sie mit den Risiken im Handel vertraut machen. Um erfolgreich zu handeln und sich eine ansprechende Rendite zu sichern, müssen Sie nicht zahlreiche Ratgeber lesen, sondern sollten sich einen Online Broker suchen, der Ihnen ein kostenloses Demokonto bietet und so eine Möglichkeit schafft, den Handel zu üben und sie verschiedenen Strategien und Chancen ohne Verlustrisiko kennenzulernen.

Den Handel mit Optionen lernen – Ein Beispiel

Der beste Ratgeber ist ein Beispiel, das Ihnen anschaulich Ihre Chancen, aber auch die Risiken aufzeigt und den Umgang mit der Option erklärt. Sehr beliebt sind binäre Optionen auf Währungspaare, bei denen Sie zwischen sehr kurzen, ab 30 Sekunden möglichen, als auch sehr langen Laufzeiten wählen und den Handel somit auf Ihren persönlichen Anspruch abstimmen können. Wählen Sie zum Beispiel den EUR/USD und kaufen die Option, setzen Sie den von Ihnen anberaumten Wert ein und wissen bereits vor dem Kauf, welche Rendite Sie bei einem richtig platzierten Tipp erzielen können. Die Rendite ist in prozentualer Angabe unter der Option vermerkt. Zum Beispiel setzen Sie 100 Euro auf den steigenden Kurs von EUR/USD und bestätigen den Handel mit einem Klick auf Put. Bei 68 Prozent Rendite würden Sie, sofern der Kurs ansteigt, 168 Euro für Ihren Tipp erhalten und hätten somit 68 Euro Rendite erzielt. Fällt der Kurs, verzichten Sie nicht nur auf die Rendite, sondern haben auch Ihren Einsatz verloren. Die meisten Online Broker bieten für Trader in diesem Bereich einen Ausgleich, der in der Regel bei 5% liegt und vor einem vollständigen Verlust schützt. Dies würde bedeuten, dass Sie bei einem nicht zutreffenden Tipp 5 Euro auf Ihrem Trading Konto gutgeschrieben bekommen und 95 Euro aus Ihrer Investition verloren hätten.

Optionen auf den DAX – Welche Strategie brauche ich?

Viele Ratgeber orientieren sich beim DAX an der Stillhalterstrategie und sehen diese als beste Basis für eine sichere Rendite an. Doch ist die short strangle Methode nicht die einzige Strategie, mit der Sie von einem sinkenden oder steigenden DAX profitieren. Um mit Ihrem Tipp richtig zu liegen, spielt die Marktbeobachtung eine äußerst wichtige Rolle und Sie sollten den Kontext kennen, der mit einem steigenden oder fallenden DAX einhergeht. Fällt der Goldpreis, steigt der DAX beispielsweise immer an und Sie sind mit einer Put Option gut beraten. Als Anfänger sollten Sie die Trendfolge nutzen und sich auf den Tipp erfahrener Börsenprofis berufen. Auch die Umkehrstrategie hat sich beim DAX bewährt und gehört zu den häufigsten Praktiken, die im online Handel mit Optionen genutzt wird. Während Sie sich bei der Trendfolgestrategie auf die Meinung anderer Trader verlassen und sich beim handeln dem Trend anschließen, setzen Sie mit der Umkehrstrategie auf ein gegenteiliges Ergebnis. Dieses kann sich lohnen, ist der DAX zum Beispiel stark in die Höhe geschnellt und hat den höchsten Tagespunkt erreicht. Sie können davon ausgehen, dass er in absehbarer Zeit wieder fällt und unter den Höchstpunkt gelangt. Bei kurzläufigen Optionen hat es sich empfohlen, Ihren Tipp erst kurz vor Ablauf des Zeitraums abzugeben und entweder die Trendfolge, oder aber die Umkehrstrategie zu bevorzugen. Auch hier gilt: bei mangelnder Erfahrung üben Sie den Handel mit dem DAX am besten auf einem kostenlosen Demokonto, das in Echtzeit, aber ohne den Einsatz echter Finanzen funktioniert und Sie die richtige Strategie lernen und finden lässt.

Tipps vom Profi: Das bei Optionen bitte beachten!

Das A und O im Handel mit Optionen ist ein Budgetmanagement, dass Sie vor einem vollständigen Verlust schützt und die Risiken beim Handeln mindert. Es gibt 10 goldene Regeln, die Ihnen Profis empfehlen und die als Basis und Ratgeber für den erfolgreichen Handel mit Optionen gelten.
Setzen Sie nie mehr als 5 Prozent Ihres gesamten Budgets auf eine Option.
Beobachte Sie die Kursentwicklung nicht nur im Online Broker, sondern zusätzlich auf einer zweiten Plattform.
Bei schwankungsintensiven Optionen geben Sie Ihren Tipp kurz vor Ablauf der Option ein.
Der Kurs liegt in 80 Prozent aller Fälle genau in der Gegenrichtung zur Kursbewegung, die kurz vor Ablauf ersichtlich ist.
Bei kurzfristig sehr starken Ausschlägen sagt der Profi als Ratgeber, dass Sie auf einen gegenteiligen Kurs setzen sollten.
Handeln Sie nie mehr als 2 Optionen gleichzeitig und konzentrieren sich auf die Handelsinstrumente.
Volatile Märkte sind für den schnellen Handel ungeeignet, hier sollten Sie den Kurs zum Ende des Handelstages wählen.
Bei Unsicherheiten und starken Marktschwankungen erzwingen Sie keinen Trade, sondern sehen sich die Performance später noch einmal an.
Bei Gewinnen werden Sie nicht übermütig und vermeiden den Overtrade durch zu viele Optionen oder anhand des Gewinns höheren Einsätzen. Der Profi behält seine Strategie bei und setzt nie mehr als 5 Prozent seines Budgets.
Haben Sie Verluste eingefahren, versuchen Sie nicht, diese am selben Tag einzuholen. Der wichtigste Tipp vom Profi ist: handeln Sie mit Bedacht und entsprechend Ihres Budgets.

Wie kann man das Risiko bei Optionen bewerten?

Die Risikobewertung gehört beim Handel mit Optionen zu den schwierigsten, aber auch zu den wichtigsten Maßnahmen vor jedem Trade. Erfahrene Trader haben die Börsenkurse im Blick und handeln überlegt und mit Bedacht. Als Ratgeber zum Risiko dient unter anderem die graphische Darstellung von Optionen, die einen Einblick in den Trend der Bewegung gibt. Bei stark schwankenden Kursen sollten Sie vor allem als Anfänger besser verzichten und Ihr Risiko mindern. Weiter fließen die aktuelle Marktlage, politische Entscheidungen und Veränderungen, als auch globale Krisen und Kriege in die Risikobewertung ein. Jede Finanz- und Wirtschaftskrise, auch wenn sie nicht unmittelbar mit einer Option im Zusammenhang steht, beeinflusst den Markt und kann Kurse rapide ansteigen, aber auch tief in den Keller fallen lassen. Handelssignale geben Aufschluss über die Risiken und sollten Bestandteil der Analyse sein. Verlassen Sie sich aber nicht ausschließlich auf die Signale, sondern betreiben aktive Marktforschung und beobachten die Lage, ehe Sie den Tag als einen guten Zeitpunkt für einen Handel an der Börse betrachten. Starke Schwankungen sind immer ein Indiz, sich im Handel auf einen späteren Zeitpunkt zu verlassen und Ihr Risikomanagement mit Kenntnis und Know-how vorzunehmen. Ein kleiner Tipp: je höher der prozentuale Gewinn bei Optionen ist, umso größer ist das Risiko von Schwankungen.

Welchen Hebel am besten bei Optionen nutzen?

Generell dient der Hebel dazu, Ihnen beim Handel mit Optionen eine Rendite zu präsentieren und den Trade erfolgreich abschließen zu lassen. Doch wie funktioniert der Hebel und was müssen Sie beachten, um die Hebelwirkung zu Ihrem Vorteil einzusetzen. Vorab: als Hebel wird die Akkumulation Ihres Geldes bezeichnet und zwar in dem Umfang, den der Gewinn über Ihrem Einsatz erzielt. Das heißt für Sie, das ein höherer Hebel eine höhere Rendite ermöglicht und beim richtigen Tipp zum Beispiel aus 100 Euro Einsatz und einem Hebel von 70, 170 Euro und dementsprechend 70 Euro Rendite werden. Es gibt den einfachen Hebel, dessen Formel der Basiswert x das Bezugsverhältnis / der Kurs ist. Häufiger wird der Omega Hebel genutzt, da dieser zuverlässiger ist und von den Profis als echter Tipp empfohlen wird. Viele Profis sprechen dem Omega Hebel mehr Realitätsnähe zu, da dieser im Vergleich zum einfachen Hebel eine geringere Kursbewegung bezeichnet und dementsprechend meist näher an der Wahrheit liegt. Wichtig ist, dass Sie sich nicht überschätzen und mit zu hohen Erwartungen und Vorstellungen an den Handel mit Optionen herangehen.

Gibt es einen Online Rechner für die Kurse bei Optionen?

Professionelle Trader bedienen sich der Möglichkeit, einen Online Optionsrechner zur Kursermittlung einzusetzen. Allerdings ist der Online Rechner nicht kostenlos nutzbar und somit nur für Börsianer interessant. Durch die hilfreichen Trading Instrumente auf den Online Plattformen für Optionen ist es nicht notwendig, Geld in einen Rechner zu investieren und sich auf die mathematische Wahrscheinlichkeit zu berufen. Mit manuellen Analysen und der Beobachtung der Kursbewegungen erzielen Sie nicht weniger Einsicht in Ihre Möglichkeiten und sparen viel Geld, das durch die Verwendung von Kursrechnern für Optionen investiert werden müsste. Letztendlich zeigt ein Online Rechner die Risikokurve an und dient somit als Signal, das Ihnen beim Handeln mit Optionen hilfreich sein kann. Bei Online Brokern können Sie auf die Trendfolge und Ihre eigenen Analysen setzen, wodurch die Risikoberechnung unnötig wird und als sehr kostspieliger Tipp gilt. Denn die Marktinstrumente der Broker sind für Sie kostenlos einsehbar und zeigen Ihnen in gleicher Weise auf, ob sich der Handel zum aktuellen Zeitpunkt empfiehlt oder ob der Markt so stark schwankt, dass Sie besser warten und eine Beruhigung der Kurse abwarten sollten. Profis als erfahrene Ratgeber befinden, dass die Kosten für die Nutzung eines Online Rechners weit über der erzielten Rendite liegen, wenn Sie mit kleineren Summen traden und dementsprechend auf Ihren Instinkt, auf die Marktbewegung und die von der Plattform zur Verfügung gestellten Instrumente und Graphen vertrauen können.

Wie wähle ich die geeignetste Laufzeit bei Optionen?

In der Entscheidung für eine Laufzeit bei Optionen scheiden sich die Geister. Immer mehr Trader wählen kurze Laufzeiten und nutzen Optionen, die für 30 oder 60 Sekunden, für eine halbe oder eine Stunde angeboten werden. Dies hat natürlich den Vorteil, dass Sie den Kursverlauf verfolgen und das Ergebnis bereits nach kurzer Zeit sehen können. Doch nicht immer eignen sich die sehr kurzen Laufzeiten wirklich und es empfiehlt sich, das Ende eines Börsentags abzuwarten und eine längere Laufzeit zu bevorzugen. Gerade beim Handel in Sekundenschnelle können die Kurse stark schwanken und so zum Verlust Ihres Einsatzes führen. Beliebt und als hilfreicher Tipp empfohlen ist die Roll-Forward Funktion, mit der Sie die Laufzeit während des Trades verlängern können. Diese ist allerdings gebührenpflichtig, kann Sie aber vor dem Verlust des Einsatzes schützen und ist eine Praktik, die Ihre Erfolgsquote erhöht und sich auf die Regulierung des Marktes beruft.

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Die Laufzeit passen Sie am besten auf Ihre Handelsstrategie an und lassen sich nicht vom Wunsch nach dem schnellen Geld verleiten. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihr Risiko mindern, die richtigen Trades und Strategien für sich finden, den Markt analysieren und die Renditemöglichkeiten erhöhen. Für alle Trader gilt: vertrauen Sie einem Tipp vom Profi und seien Sie sich der Chancen, aber in gleichem Maße auch der Risiken bewusst, die der spekulative Handel mit Optionen, mit Futures und anderen Derivaten immer mit sich bringen wird.

Aktienoptionen Verstehen

Ihre kostenlosen Aktienoptionen Infos

Test : Mit System Geld verdienen

Aktienoptionen werden auch Derivate genannt. Man kann Aktien Optionen handeln, also kaufen und verkaufen so wie es auch bei Aktien an der Börse möglich ist. Das ist eine Gemeinsamkeit, die viele Aktien Investoren oder auch Aktien Spekulanten nicht wissen. Rein rechtlich gesehen sind jedoch Aktienoptionen was völlig anderes als Aktien. Wo Aktien eine Teilhaberschaft an einem Unternehmen repräsentieren, stellen Derivate eine völlig andere Sache dar.

Wenn Sie z.B. die T Aktie gekauft haben, so gehört Ihnen ein Teil der Telekom-Firma. Sie haben ein Stimmrecht, können zur Hauptversammlung und haben Anspruch auf einen Teil des erwirtschafteten Gewinns. Wenn der Gewinn an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll, dann spricht man von einer Dividende.

Wie sieht es bei Aktien-Optionen aus? Eine Aktienoption bezieht sich immer auf ein Underlying oder auch Basispreis genannt. D.h. die Entwicklung der Aktienoptionen, die man kaufen oder verkaufen kann, hängt immer von der Entwicklung der davon abhängigen Aktie ab.

Machen wir das etwas plastischer, indem wir ein Beispiel heranziehen. Sie kaufen nun Optionen auf die Aktie der Telekom. Dies tun Sie nicht an der Börse, sondern an der Terminbörse Eurex, da man Aktienoptionen nur an der Eurex erwerben kann. Wenn sich nun die T-Aktie zu Ihren Gunsten entwickelt, dann entwickelt sich grundsätzlich auch der Kurs der Aktienoption, oder auch Optionsprämie genannt, zu Ihren Gunsten. Ich habe „grundsätzlich“ gesagt, da auch andere wesentliche Faktoren die Prämie von Aktienoptionen beeinflussen, die wir später behandeln werden.

Ein Derivat ist ein Abkömmling. Jetzt ist auch klar, warum Aktienoptionen eben auch Derivate oder derivative Finanzinstrumente genannt werden, weil sie von der Entwicklung anderer Aktien abhängen.

Auf dieser Webseite werden Sie zu lernen bekommen, was Aktienoptionen sind und wofür man sie benutzen kann. Anders als bei Aktien ist nämlich der Einsatzspektrum bei Derivaten riesig.
Bei Aktienoptionen unterscheidet man nämlich danach, ob man Calls oder Puts kauft. Call Aktienoptionen steigen mit dem Steigen der zugrunde liegenden Aktie und Put Aktienoptionen legen an Wert zu bei Sinken der entsprechen Aktie!

Eine weitere Besonderheit, was die Auswahl bei Aktienoptionen erhöht, ist der Basispreis Wichtig ist auch die Tatsache, dass Aktienoptionen immer nur eine begrenzte Lebenszeit haben, was mit der Laufzeit ausgedrückt wird.

Mit der Laufzeit und dem Basispreis ist auch der Zeitwert und Innerer Wert verbunden. Diese Größe kann entscheiden, ob Verluste oder Gewinne realisiert werden. Komplizierter wird es, wenn wir das Thema der Volatilität bei Aktienoptionen ansprechen. Denn dieser Faktor bestimmt den Kurs bzw. die Prämie von Aktienoptionen in entscheidendem Maße.

Viele glauben auch, dass Optionsscheine und Aktienoptionen ein und dasselbe sind. Hier gibt es zwar viel Gemeinsamkeiten, aber eben auch vieles, was bei Aktienoptionen komplett anders ist. Unter Aktienoptionen vs Optionsscheine erfahren Sie das Wichtigste.

Optionen Handeln – der große Ratgeber

Nachdem sich die Wirtschaft allmählich wieder von der Krise erholt und auch der letzte Börsencrash überwunden ist, sind viele Menschen wieder daran interessiert, ihr Geld nicht einfach auf dem Konto oder Sparbuch bei spärlichen Zinsen zu lagern, sondern zu versuchen, mehr daraus zu machen. Der Handel mit Optionen bzw. mit Aktien erfreut sich aus diesem Grund zunehmender Beliebtheit. Doch was sind Optionen überhaupt? Und wie können Laien schnell damit Geld verdienen?

So funktioniert der Optionshandel

Wie der Name schon verrät, erwirbt man mit einer Option die Möglichkeit auf den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, die in beliebiger Anzahl und in einer beliebigen Aktienart erworben werden. Anders als beim klassischen Aktienhandel kauft man beim Handel mit Optionen also nicht zu Beginn eine Aktie und hofft dann auf eine Wertsteigerung, sondern man sichert sich nur das Recht auf den Kauf bzw. Verkauf eines Wertpapieres.

Am trading sind immer zwei Seiten beteiligt, nämlich der Besitzer bzw. Käufer und der Stillhalter bzw. Schreiber. Der Käufer zahlt zu Beginn des Handels einen Optionspreis, d.h. eine Prämie an den Stillhalter, der ihm dadurch das Recht einräumt, die Option zu einem vereinbarten Basispreis, auch bekannt als Ausübungspreis oder strike price, zu kaufen oder verkaufen.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Optionen:

  • Europäische Optionen, bei denen er erst am Ende der Laufzeit, d.h. an einem festgelegten Zeitpunkt handeln kann.
  • Amerikanische Optionen, bei denen der Besitzer während der gesamten Laufzeit seine Option einlösen kann.

Der Handel mit Währungen – Forex Trading – ist sehr liquide und wird von immer mehr Marktteilnehmern betrieben.

Bei Optionen kann mit verschiedenen Werten gehandelt werden. Zur Auswahl stehen:

  • Aktien
  • Zinsen
  • Devisen
  • Rohstoffe
  • Indizes
  • Nahrungsmittel
  • Wetter
  • Anleihen

Besonders beliebt ist der Handel mit Währungen, da dieser sehr liquide ist, und es viele gehandelte Währungspaare zur Auswahl gibt. Eine Übersicht an Forex-Brokern finden Sie hier: http://www.wertpapierdepot.net/forex/forex-broker.html

In Bezug auf den Handel kann der Besitzer zwischen einer Call Option und einer Put Option wählen.

Call options – Wertpapiere kaufen

Bei einer Call Option erwirbt der Käufer das Recht, vom Schreiber ein bestimmtes Wertpapier zu einem vorab vereinten Preis und einer festgelegten Stückzahl vom Verkäufer zu kaufen. Er ist nicht zum Kauf verpflichtet, d.h. wenn der vereinbarte Preis über dem aktuellen Ausübungspreis liegt, kann er darauf verzichten.

Während der Käufer bei einer Option lediglich das Recht, nicht jedoch die Pflicht zu einem vereinbarten Handel erwirbt, ist der Verkäufer zum Eingehen des Handles verpflichtet. Der Käufer ist in einer sogenannten long call position, der Verkäufer in einer short call position.

Put options – Wertpapiere verkaufen

Bei einer Verkaufsoption hat der Inhaber der Option das Recht, eine festgelegte Stückzahl einer bestimmten Ware zu einem vorher vereinbarten Ausübungspreis zu verkaufen. Wenn der Basiswert fällt, steigt der Wert des Ausübungspreises.

Jetzt kommt es darauf an, wie sich der Aktienmarkt entwickelt. Bei einem Call hofft der Käufer darauf, dass die Aktien im Wert steigen, er sie dann aber immer noch zum vereinbarten, niedrigeren Basispreis kaufen kann. Bei einem Put schützt er sich vor fallenden Kursen, da er immer noch die Möglichkeit hat, die Wertpapiere zum festen Basispreis an den Verkäufer zurück zu verkaufen.

Wovon hängt der Preis einer Option ab?

Beim Handel müssen sich Käufer und Verkäufer zunächst auf einen Basispreis, zu dem die Wertpapiere verkauft oder gekauft werden können, einigen. Wichtige Einflussgrößen sind:

  • die Restlaufzeit
  • die Volatilität, d.h. die Schwankungsintensität des Basiswertes
  • die Entwicklung des Basiswertes
  • Dividenden
  • Zinsen
  • Angebot und Nachfrage

Welche Vorteile haben Optionen für den Verkäufer

Auf den ersten Blick mag eine Option für einen Broker nachteilig sein, da er zu dem Handel verpflichtet ist und nicht wie der Käufer davon Abstand nehmen kann. Das Reizvolle am Optionenhandel ist für den Stillhalter die Aussicht auf eine Prämie, die der Käufer beim Abschluss des Handels zu zahlen hat.

Der innere Wert und der Zeitwert kurz erklärt

Zwei weitere wichtige Größen, die für eine Option relevant sind, sind der innere Wert und der Zeitwert.

Unter dem inneren Wert bzw. intrinsic value versteht man die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs und dem Basiswert, der mit dem Optionsverhältnis multipliziert wird. Zur Berechnung werden Optionspreismodelle herangezogen, der innere Wert kann somit exakt bestimmt werden.

Der Zeitwert bzw. time value beschreibt die Differenz zwischen dem inneren Wert und dem Geldkurs des Optionsscheines. Der Zeitwert ist dann am höchsten, wenn das Wertpapier am Geld bzw. at the money notiert, d.h. der Marktwert des Basispreises ist mit dem Ausübungspreis ident.

Daneben gibt es noch die Bezeichnungen im Geld bzw. in the Money und aus dem Geld bzw. out of the money. Je nachdem, ob es sich um eine Call oder Put Option handelt, haben die Begriffe unterschiedliche Bedeutungen.

Bei einer Call Option bedeutet out of the money, dass der Marktpreis über dem Ausübungspreis liegt, in the money heißt, dass der Marktpreis unter dem Ausübungspreis liegt. Bei einer Put Option sind die Bedeutungen genau umgekehrt.

Mit der richtigen Strategie zum finanziellen Erfolg

Anders als beim Lotto kann man sich beim Handel mit Optionen nicht einfach nur auf sein Glück verlassen. Stattdessen sollte man eine Optionsstrategie verfolgen, das Risiko vorab abwägen und einen Vergleich möglicher Strategien anstellen. Die einfachsten Strategien sind Call und Put. Während der Käufer nicht mehr als die Prämie verlieren kann, ist das Verlustpotential des Verkäufers theoretisch unbegrenzt.

Daneben gibt es noch sogenannte Sicherungspositionen bzw. Hedge Positionen, bei denen die Verluste gedeckt sind, wie z. B.:

  • den Covered Call
  • den Protective Put
  • den Reverse Hedge
  • den Collar

Eine weitere Möglichkeit sind Spread Positionen, die sich aus Kaufoptionen und Verkaufoptionen zusammensetzen. Es gibt Preis Spreads, wie z. B. den Straddle, den Strangle oder den Condor Spread, und Zeit Spreads, wie z. B. den Bull Time Spread oder den Bear Time Spread

Binäre Optionen – Der einfacher Einstieg in den Handel mit Derivaten

Eine besonders beliebte, weil einfache und unkomplizierte Form des Handelns stellen binäre Optionen dar. Wie der Name bereits verrät, muss der Käufer bei binären Optionen lediglich zwischen zwei Möglichkeiten wählen, nämlich ob der Kurs fallen oder steigen wird. Somit kann der Trader nur gewinnen oder verlieren, bereits mit wenig Wissen kann er sich am trading beteiligen.

Für Anfänger im trading empfiehlt es sich aus diesem Grund, mit dem Handel von binären Optionen zu beginnen und sich mit zunehmender Erfahrung an andere Options heranzuwagen. Was auf den ersten Blick noch recht kompliziert wirkt, ist nach dem Kennenlernen der Grundhandlungen und Begriffe keine Hexerei mehr. Ob Laie oder professioneller Broker, jeder kann mit Optionen handeln und dabei gewinnen.

Optionen / Optionshandel

Lerninhalte Optionen (Übersicht)

Was sind Optionen?

Unterschied Optionen Optionsscheine

Unterschied Optionen Futures

Basispreis (Ausübungspreis)

Call-Option

Put-Option

Moneyness

Optionspreis (Optionsprämie)

innerer Wert

Zeitwert

Optionsstrategien

Was sind Optionen?

Hier erfährst Du, was Optionen sind, und wie diese funktionieren. Neben den theoretischen Grundlagen, zeigen wir die Funktionsweise von Optionen mit konkreten Praxis-Beispielen. Außerdem lernst Du alle wichtigen Grundlagen und Begriffe kennen, die für den Optionshandel wichtig sind.

Unterschied Optionen Optionsscheine

Optionen und Optionsscheine sind unterschiedliche Instrumente, die auf keinen Fall verwechselt werden dürfen. Für Neulinge im Bereich Optionshandel herrschen hier teilweise Unklarheiten. Dieser Artikel erklärt, wo die Unterschiede liegen und weshalb professioneller Optionshandel mit Optionsscheinen nichts zu tun hat.

Unterschied Optionen Futures

Dieser Artikel behandelt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Optionen und Futures. Beide Instrumente sind Terminkontrakte und werden an Terminbörsen gehandelt, weisen jedoch in der Anwendung entscheidende Unterschiede auf.

Basispreis (Ausübungspreis)

Der Basispreis (Ausübungspreis) einer Option ist eines der wichtigsten Kontraktdetails. In diesem Artikel lernst Du, was der Basispreis einer Option ist, worauf Du bei der Wahl des Basispreises achten solltest, und welchen Einfluss der Basispreis bzgl. der Ausübung der Option am Verfallstag hat.

Call-Option

In diesem Artikel sprechen wir ausführlicher über verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Strategien von/mit Call-Optionen. Wir erklären dir, worauf es zu achten gilt, wenn Du Calls kaufen oder verkaufen möchtest.

Put-Option

In diesem Artikel sprechen wir ausführlicher über verschiedene Einsatzmöglichkeiten und Strategien von/mit Put-Optionen. Put-Optionen werden im institutionellen Handel hauptsächlich als Absicherungs-Instrument genutzt. Für Trader bieten Puts allerdings eine Vielzahl von profitablen Einsatzmöglichkeiten. Lerne die wie Put-Optionen funktionieren und wie Du sie gewinnbringend einsetzen kannst.

Moneyness

Die Begriffe In The Money, At The Money und Out Of The Money beschreiben das Verhältnis einer Options zum Preis des Underlyings. In diesem Artikel sprechen wir ausführlich über die Definition und Berechnung der Moneyness von Optionen, sowie deren Einfluss auf die Griechen.

Optionspreis (Optionsprämie)

In diesem Artikel lernst Du, welche Faktoren den Optionspreis (die Optionsprämie) beeinflussen und was der innere und äußere Wert einer Option ist.

innerer Wert

In diesem Artikel lernst Du, was der innere Wert einer Option ist und wie sich dieser berechnen lässt.

Zeitwert

Eine der Besonderheiten von Optionen ist der Zeitwert. Weshalb es im Optionshandel einen Zeitwert gibt und wie man von diesem profitieren kann erfährst Du in diesem Artikel.

Optionsstrategien

Durch den Kauf und Verkauf von Call und Put Optionen – einzeln oder in Kombination – ergeben sich eine Vielzahl unterschiedlicher Optionsstrategien. Hier findest Du eine Übersicht über alle wichtigen Optionsstrategien, sowie ausführliche Artikel zu jeder einzelnen Strategie.

Was sind Optionen

Der vollständige Ratgeber-Artikel zum Thema Optionen & Optionshandel

Autor: Tobias Schmid | Profi-Trader und Website-Betreiber
aktualisiert am: 03.05.2020

Im professionellen Trading sind Optionen (neben Futures, Aktien und ETFs) eines der wichtigsten Handelsinstrumente. Optionen sind extrem vielseitig einsetzbar. So können Gewinne nicht nur durch direktionale Trades entstehen – indem man also die Markt-Richtung richtig “vorhersagt” – sondern auch dadurch, dass man darauf spekuliert, dass der Markt bspw. nicht unter einen bestimmten Preis fällt, oder dass er sich seitwärts bewegt.

Von einigen Theoretikern werden Optionen als sehr komplexe und schwierig zu verstehende Finanzinstrumente dargestellt. Die Wahrheit ist jedoch, dass Optionen grundsätzlich sehr einfach zu verstehen sind und gerade auch für private Trader hervorragende Chancen bieten.

Natürlich können durch die vielseitige Einsetzbarkeit auch extrem komplexe Strategien gehandelt werden; meiner persönlichen Erfahrung und Überzeugung nach erzielt man aber auch im Optionshandel die besten Ergebnisse mit dem KISS-Prinzip (keep it simple, stupid).

Dieser Artikel erklärt, was Optionen sind und wie Optionen funktionieren. Neben einer Definition und Erklärungen schauen wir uns konkrete Beispiele an, um zu verstehen wie Optionen funktionieren und wie diese eingesetzt werden können.

Was ist eine Option?

Option – Definition

Eine Option ist ein bedingter Terminkontrakt. Der Käufer einer Option hat das Recht, nicht aber die Pflicht, einen bestimmten Basiswert (Underlying) zum Verfallstermin oder während der Laufzeit zu einem vorher vereinbarten Preis zu kaufen (im Falle einer Call-Option) oder zu verkaufen (im Falle einer Put-Option).

Der Verkäufer einer Option hat – im Falle der Ausübung der Option durch den Käufer – die Pflicht, den Basiswert (Underlying) zum vorher vereinbarten Preis zu liefern (im Falle einer Call-Option) oder den Basiswert zu kaufen (im Falle einer Put-Option).

Sollte das jetzt noch kompliziert klingen: Keine Sorge! Die Funktionsweise von Optionen ist im Grunde sehr simpel und einfach zu verstehen.

Schauen wir uns zuerst die Eigenschaften von Call- und Put-Optionen mit einem Diagramm an. Weiter unten findest Du außerdem zwei Beispiele, welche die Funktionsweise von Optionen erläutern:

Wie funktionieren Optionen?

Die wichtigsten Fachbegriffe

Lerne die Sprache der Optionshändler

Wenn Du ernsthaftes Interesse am Optionshandel hast und Dich tiefer mit der Materie beschäftigen möchtest, werden Dir viele Fachbegriffe über den Weg laufen. Nachfolgend findest Du eine Übersicht über die Wichtigsten Begriffe:

Call

Ein Call ist eine Kauf-Option. Der Käufer einer Call-Option zahlt dem Verkäufer eine Optionsprämie und kann einseitig entscheiden, ob er die Option ausüben möchte und sein Recht zum Kauf des Underlyings somit wahrnimmt.

Put

Ein Put ist eine Verkaufs-Option. Der Käufer einer Put-Option zahlt dem Verkäufer eine Optionsprämie und kann einseitig entscheiden, ob er die Option ausüben möchte und sein Recht zum Verkauf des Underlyings somit wahrnimmt.

Underlying/Basiswert

Das Underlying – Deutsch: Basiswert – ist das Instrument, auf das sich die Option bezieht. Dies kann bspw. eine Aktie, ein ETF, ein Future oder ein Index sein.

Strike/Basispreis

Der Strike – Deutsch: Basispreis – der Option definiert, zu welchem Kurs/Preis das Underlying vom Optionskäufer gekauft werden kann, falls dieser die Option ausübt.

Verfallsdatum

Optionen haben eine begrenzte “Lebensdauer”, innerhalb derer sie gehandelt und ausgeübt werden können. Jede Option hat einen Verfallstermin. Für jedes Underlying stehen Optionen mit verschiedenen Verfalssterminen zur Verfügung. Je nach Underlying, gibt es Optionen mit wöchentlichen, monatlichen, oder mehrmonatigen Verfallsterminen.

Restlaufzeit

Die Restlaufzeit ist die Anzahl an Tagen, von heute bis zum Verfallstermin bzw. letztem Handelstag der Option.

Moneynness

Die Lage des Strikes einer Option zum aktuellen Marktpreis des Underlyings wird als Moneyness bezeichnet. Eine Option kann am Geld bzw. At The Money (ATM) liegen, im Geld bzw. In The Money (ITM), oder aus dem Geld bzw. Out Of The Money (OTM).

At The Money (ATM)

Eine Option liegt am Geld bzw. At The Money, wenn deren Strike in der Nähe des aktuellen Marktpreises des Underlyings liegt. Bzw.: Die Option, deren Strike am nächsten am aktullen Marktpreis liegt, wird als ATM-Option bezeichnet.

In The Money (ITM)

Eine Call-Option ist In The Money, wenn deren Strike unterhalb des aktuellen Marktpreises des Underlyings liegt. Eine Put-Option ist In The Money, wenn deren Strike oberhalb des aktuellen Marktpreises des Underlyings liegt. In The Money Optionen besitzen einen Inneren Wert und sind deshalb teurer als ATM- oder OTM Optionen.

Out Of The Money (OTM)

Eine Call-Option ist Out Of The Money, wenn deren Strike oberhalb des aktuellen Marktpreises des Underlyings liegt. Eine Put-Option ist Out Of The Money, wenn deren Strike unterhalb des aktuellen Marktpreises des Underlyings liegt. Out Of The Money Optionen besitzen keinen Inneren Wert und sind deshalb billiger als ATM- oder ITM Optionen.

Zeitwert

Optionen besitzen einen Zeitwert. Je länger die Restlaufzeit ist, desto höher ist der Zeitwert, und desto teurer ist deshalb die Option. Der Markt preist mit dem Zeitwert sozusagen die Ungewissheit bzgl. der Zukunft ein.

Zeitwertverfall

Je näher der Verfalsstermin einer Option rückt, desto weniger ungewiss ist die Entwicklung des Underlyings. Daher nimmt der Zeitwert jeden Tag etwas ab. Dies wird als Zeitwertverfall bezeichnet.

Wie funktionieren Optionen? – Erklärung

Beispiele zur Funktionsweise von Optionen

Beispiel 1: Kauf eines Calls auf den Dax

Als Beispiel verwenden wir eine Option auf den Dax Index. Zunächst stellen wir uns vor, wir würden am heutigen Tag einen Call kaufen (Long Call).
Mit dem Kauf eines Calls spekulieren wir auf steigende Preise. (Genauer gesagt: Wir spekulieren darauf, dass der Dax bis zum Verfallstermin über den Basispreis steigt. Je höher der Dax über den Basispreis steigt, desto höher ist unser Gewinn.)

Zur Erinnerung: Durch den Kauf eines Calls erhalten wir das Recht, das Underlying zum Basispreis zu kaufen.

Sollte der Dax also über den Strike steigen, könnten wir ihn zu einem tieferen Kurs kaufen, wodurch ein Gewinn entstünde. Falls der Dax nicht über den Strike steigt, verfällt der Call wertlos. D.h. die gezahlte Optionsprämie müssten wir als Verlust verbuchen.

Nachdem wir das Underlying (Dax Index) ausgewählt haben, müssen wir uns für einen Strike (Basispreis) und eine Laufzeit entscheiden. Wir entscheiden uns für einen 11400er Call, der am 15.02.2020 verfällt und somit eine Restlaufzeit von 62 Tagen hat. (siehe Screenshot)

Wir kaufen einen 11400er Call mit 62 Tagen Restlaufzeit

Das nachfolgende Bild zeigt die Optionskette der Dax-Optionen. Wie wir sehen, kostet die Option 111.40 EUR. Diesen Betrag müssen wir mit 5 multiplizieren, da der Multiplikator der DAX-Optionen 5 ist. (Jedes Underlying hat einen eigenen Multiplikator) D.h. der Kauf der des 11400 Calls auf den DAX kostet uns 557 EUR.

Der 11400er Call kostet 111.4 EUR x 5 (Multiplikator der DAX Optionen) = 557 EUR

Wann verdienen wir Geld?

Nachdem wir die Option für 557 EUR gekauft haben, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Bis zum Verfallstermin steigt der DAX NICHT über 11400 Punkte
  2. Bis zum Verfallstermin steigt der DAX über 11400 Punkte

Sollte der DAX nicht über den Strike bei 11400 Punkten steigen (1), würde die Option wertlos verfallen. D.h. die gezahlte Optionsprämie von 557 EUR müssten wir als Verlust verbuchen.

Sollte der DAX am Verfallstermin über dem Strike bei 11400 Punkten notieren (2), würden wir die Differenz x 5 (Multiplikator der DAX-Optionen) als Gewinn verbuchen. Davon müssten wir noch die gezahlte Optionsprämie subtrahieren, da wir diese in keinem Fall zurück erhalten.

Stellen wir uns vor, der Dax steigt bis zum Verfallstermin auf 12000 Punkte.

Wie wir gelernt haben, hat der Verkäufer der Option die Pflicht, das Underlying zum zuvor festgelegten Basispreis zu liefern.

Da es sich in diesem Fall um Index-Optionen handelt gibt es im Falle einer Ausübung der Option ein sogenanntes Cash Settlement. (siehe Screenshot oben “Settlement-Methode”)

D.h. das Underlying wird nicht physisch geliefert (wie bspw. bei vielen Futures- oder Aktienoptionen, wo im Falle einer Ausübung das Underlying, also der Future oder die Aktien «geliefert» werden); dafür wird die Differenz bar abgerechnet, d.h. der Käufer erhält die Differenz auf sein Konto gebucht, wohingegen der Verkäufer die Differenz als Verlust zu verbuchen hat.

In unserem Beispiel-Trade ist der DAX auf 12000 Punte gestiegen und notiert somit 600 Punkte über dem Strike/Basispreis der Option. Da der Multiplikator 5 ist, beträgt der Gewinn für den Käufer der Option (600 EUR x 5) = 3000 EUR. Da wir die Optionsprämie zuvor gezahlt haben, subtrahieren wir diese vom Gewinn.
Nettogewinn: 3000 EUR – 557 EUR = 2443 EUR.

Beispiel 2: Verkauf eines Puts auf die Google (Alphabet) Aktie

Was vielen Neulingen nicht bewusst ist: Als privater Anleger oder Trader können Optionen nicht nur gekauft, sondern auch verkauft (man sagt auch geschrieben) werden.

Da es sich beim Optionshandel um reale Börsengeschäfte handelt, steht jeder gekauften Option genau eine verkaufte Option gegenüber.

Der Optionsverkäufer erhält die vom Käufer gezahlte Optionsprämie sofort gutgeschrieben. Dafür trägt der Optionsverkäufer das Risiko, falls die Option «ins Geld» läuft, d.h. falls der Basiswert unter den Strike fällt (im Falle eines Puts) bzw. über den Strike steigt (im Falle eines Calls).

Sowohl der Käufer, wie auch der Verkäufer können natürlich auch vor Ende der Laufzeit ihre Position glattstellen und somit das Risiko begrenzen.

Für dieses Beispiel verwenden wir als Underlying die Google-Aktie (bzw. Alphabet, Kürzel: GOOGL). Stellen wir uns vor, wir würden darauf setzen, dass die Aktie einem Ende der Korrektur nahe ist, und bald wieder zu steigen beginnt.

Statt einen Call zu kaufen, verkaufen wir nun ein Put-Option.

Damit setzen wir darauf, dass die Aktie am Verfallstag über dem Strike notiert. Da wir nicht ausschließen können, dass der Kurs noch ein klein wenig weiter fällt oder evtl. seitwärts läuft, entscheiden wir uns für den Verkauf einer “out-of-the-money” Put-Option.

Wir verkaufen einen 900er Put der am 15.2 verfällt.

Mit dem Verkauf des Puts erhalten wir die Optionsprämie von 930 USD sofort gutgeschrieben. Diese können wir in jedem Fall behalten, egal wie sich der Trade entwickelt.

Wir setzen darauf, dass die Option wertlos verfällt, d.h. dass die Google-Aktie bis zum Verfallstermin nicht unter den Basispreis fällt und wir die 930 USD als Gewinn verbuchen können.

Wo liegt das Risiko? Wann verdienen wir Geld?

Das nachfolgende Bild zeigt, dass wir nicht nur bei steigenden Preisen Geld verdienen, sondern auch bei einer Seitwärts-Bewegung, oder sogar bei moderat fallenden Preisen. Sol lange die Aktie am Verfallstag über dem Strike notiert, verfällt die Option wertlos und wir verbuchen einen Gewinn von 930 USD.

Wo ist der Haken?

Schon auf den ersten Blick ist erkennbar, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Option wertlos verfällt hoch ist. Nur wenn die Aktie unter den Strike fällt, verlieren wir Geld.

Unser maximaler Gewinn ist nun also auf die Optionsprämie begrenzt. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Option wertlos verfällt und uns einen Netto-Gewinn einbringt sehr hoch, da wir bei steigenden Preisen ebenso Geld verdienen, wie bei seitwärts laufenden Preisen, oder sogar bei leicht fallenden Preisen.

Sollte die Google-Aktie am Verfallstermin unterhalb des Strikes notieren, erleiden wir einen Verlust. Der Käufer des Puts, hätte das Recht, zum Strike-Preis von 900 USD zu verkaufen; wir wären verpflichtet zum Strike-Preis zu kaufen.

Da die Option ins Geld gelaufen wäre, käme es – falls wir die Option nicht vorher zurück kaufen – zur Ausübung und wir hätten 100 Google Aktien im Depot. Diese könnten wir sofort zum Marktpreis wieder verkaufen.

Der Verlust würde also die Punkte-Differenz * Multiplikator (100) betragen. Würde die Aktie bspw. auf 850 USD fallen, entstünde ein Verlust von:

(900 USD – 850 USD)*100 – eingenommene Prämie = (50 USD*100) + 930 USD = 4070 USD

Das “Problem” dabei ist, dass unser potentieller Verlust theoretisch (fast) unbegrenz ist. (Die Aktie kann theoretisch auf Null fallen) Daher ist beim Verkauf von Optionen ein gutes Risiko-Managment enorm wichtig. D.h. sollte die Aktie schnell fallen, würden wir nicht bis zum Verfallstermin warten, sondern vorher die Option zurückkaufen, um den Verlust zu begrenzen.

Experten-Tipp

Der Verkauf von Out-Of-The-Money-Optionen ist eine der attraktivsten Tradingstrategien um regelmäßige Einnahmen an der Börse zu generieren. Optionen zu kaufen ist in den allermeisten Fällen langfristig ein “Loser’s Game”

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