Rück- und Ausblick August 2020 Wirtschaft, Geldpolitik & Co

Beste Broker fur Binare Optionen 2020:
  • Binarium
    Binarium

    Der beste Broker fur binare Optionen fur 2020!
    Ideal fur Anfanger!
    Kostenloser Unterricht!

  • FinMax
    FinMax

    2 Platz in der Rangliste! Zuverlassiger Broker.

Rück- und Ausblick: Trading News vom 17. bis 31. August 2020

Das Thema Dieselautos entwickelt sich zu einem der wichtigsten Themen im Bundestagswahlkampf. Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt Fahrverbote für Dieselautos ab und sieht nicht das Ende des Verbrennungsmotors. Die Elektromoblität solle dennoch vorangetrieben werden. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will Fahrverbote ebenfalls verhindern. Auch er sieht nicht das Ende des Verbrennungsmotors, sondern kann sich Optimierungen der Dieseltechnik vorstellen. Kürzlich erregte er jedoch mit einer verbindlichen, europäischen Quote für Elektroautos Aufsehen. In Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming trafen sich kürzlich Notenbanker von EZB, Fed und anderen Zentralbanken, Bankenbosse und Wirtschaftsexperten, um sich über die Weltwirtschaft auszutauschen. In den USA stehen nach der Sommerpause wichtige Themen wie die Erhöhung der Schuldenobergrenze an, damit der Staat nicht in Zahlungsschwierigkeiten kommt. US-Präsident Donald Trump droht allerdings damit, eine Einigung platzen zu lassen, wenn nicht im Gegenzug das Geld für die geplante Mauer an der Grenze zu Mexiko bereitgestellt wird.

Wirtschaft

EU

Industrie gegen Verbot von Verbrennungsmotoren

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) ist gegen eine Quote für Elektroautos und ein Verbot von Verbrennungsmotoren. Für Dieter Kempf, den Präsidenten des BDI, seien dies planwirtschaftliche Instrumente. Für ihn ist „Technologieoffenheit“ der zentrale Begriff in der Debatte. Der Staat könne Ziele vorgeben, die Unternehmen hätten aber die Aufgabe, mit Forschung und Entwicklung Technologien zu entwickeln, die diese Ziele erfüllen. Laut Kempf lassen sich die Klimaziele der Bundesregierung nur mit einer Kombination aus Zukunfts- und Brückentechnologien wie Diesel, Biokraftstoffe und Erdgas erfüllen. Entfielen die Steuervorteile für Diesel, wäre dies auch aus Gründen des Klimaschutzes nicht gut, da ein Dieselfahrzeug weniger Kraftstoff verbraucht und weniger CO2 ausstößt als ein Benzinfahrzeug. Diesel sei als Brückentechnologie weiterhin notwendig.

Unterhaltungselektronik-Branche weiterhin im Aufschwung

Die Unterhaltungselektronik-Branche setzt ihren positiven Trend fort. Im ersten Halbjahr 2020 wurde ein Umsatzplus von 2,4 Prozent erwirtschaftet. Wie aus dem Hemix-Index, den der IFA-Veranstalter gfu, der BVT-Handelsverband Technik und die Gesellschaft für Konsumforschung veröffentlichen, hervorgeht, wurden allein mit TV-Geräten zwei Milliarden Euro umgesetzt. Bei sogenannten Settop-Boxen war der Umsatz mit 349 Millionen Euro überraschend groß. Dies hat den Hintergrund, dass im März das terrestrische TV-Signal auf DVB-T2 umgestellt wurde. Bei IT-Produkten ging der Umsatz allerdings zurück. Bei PCs ging der Umsatz um zehn Prozent zurück. Vor allem der Verkauf von Tablet-PCs ging mit einem Minus von 22,3 Prozent sehr stark zurück. Im Bereich der privat genutzten Telekommunikation konnten Smartphones und Wearables weiterhin positive Zahlen erreichen. Gemeinsam mit Elektrokleingeräten und Elektrogroßgeräten stieg der Umsatz um 2,2 Prozent.

Trader können bei IQ Option ein Demokonto nutzen, um sich mit dem Handel vertraut zu machen

Großbritannien mit Überschuss

In Großbritannien führen hohe Steuereinnahmen zu einer Entlastung der Staatskasse. Im Juli konnte die Regierung einen Überschuss von 184 Millionen Pfund und damit den ersten Überschuss in einem Monat seit 2002 erzielen. Dies geht aus Zahlen des britischen Statistikamts hervor. Noch vor einem Jahr lag das Defizit bei 308 Millionen Pfund. Dennoch wird auch in dieser Statistik der Wertverfall des Pfunds deutlich. Allein im Juli lagen die Zinszahlungen der Regierung bei fast fünf Milliarden Pfund und damit 18 Prozent höher als noch vor einem Jahr.

Sorge vor Personalengpässen in Großbritannien

Beste Broker fur Binare Optionen 2020:
  • Binarium
    Binarium

    Der beste Broker fur binare Optionen fur 2020!
    Ideal fur Anfanger!
    Kostenloser Unterricht!

  • FinMax
    FinMax

    2 Platz in der Rangliste! Zuverlassiger Broker.

Die britischen Dienstleister befürchten aufgrund des Brexit einen Personalengpass. Zu diesem Thema befragte der Industrieverband CBI 167 Unternehmen. Diese befürchten, dass aufgrund des EU-Austritts weniger ausländische Arbeitskräfte zur Verfügung stehen werden. Diese Sorge dadurch verstärkt, da seit dem Brexit-Votum die Zahl der Zuwanderer auf den niedrigen Stand seit drei Jahren sank. Vor allem auf osteuropäischen Ländern wie Polen und Ungarn kamen deutlich weniger Zuwanderer ins Land.

Kaum Strategieänderungen wegen Brexit

Laut einer Umfrage des Nachrichten- und Datenkonzerns Thomson Reuters passen die europäischen Firmen ihre Strategie aufgrund des anstehenden Brexits kaum an. Das Unternehmen befragte 200 Finanzvorstände in Großbritannien und weiteren europäischen Ländern. Fast 70 Prozent der Befragten gaben an, dass der anstehende Brexit keine Auswirkungen auf ihre zukünftige Strategie haben wird. Laut Laurence Kiddle, dem Manager von Thomson Reuters, deute dies auf eine schwache Reaktion der Wirtschaft hin. Die befürchtete Kurzschlussreaktion bleibt damit aus. Nur zwölft Prozent der Befragten prüfte bislang eine Verlagerung ihrer Geschäfte. Nur 19 Prozent der befragten Unternehmen plane derzeit, Arbeitsplätze aus Großbritannien in andere Staaten zu verlegen. Allerdings gab jedes fünfte Unternehmen zu, dass das Brexit-Referendum sie dazu veranlasst habe, nicht weiter in Großbritannien zu expandieren.

Mehr Subventionen durch Bundesregierung

Seit 2020 stiegen die Finanzhilfen und Steuervergünstigungen durch die deutsche Regierung um etwa ein Fünftel wie aus dem aktuellen Subventionsbericht der Bundesregierung hervorgeht. Allein im Jahr 2020 sollen drei Milliarden Euro mehr Subventionen vergeben werden. Die staatlichen Finanzhilfen fließen vor allem in zukunftsorientierte Bereiche wie den Breitbandausbau, die energetische Gebäudesanierung, Energieeffizienz und Kaufanreize für Elektroautos. Da jedoch im gleichen Zeitraum auch das BIP immer weiter stieg, blieb die Subventionsquote annähernd gleich. Ein Großteil der Subventionen erfolgt in Form von Steuervergünstigungen. Vor allem die gewerbliche Wirtschaft kann von Subventionen profitieren.

Passagierrekord an deutschen Flughäfen

Im ersten Halbjahr 2020 sind von den Flughäfen in Deutschland so viele Passagiere wie noch nie abgeflogen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Anzahl der Passagiere um 6,4 Prozent und lag damit bei mehr als 55 Millionen. Vor allem bei Flugreisen ins Ausland war das Plus mit 7,6 Prozent deutlich. Innerhalb Deutschlands wurde ein Zuwachs von 2,3 Prozent erreicht. Während weniger Fluggäste in die Türkei flogen, stieg die Anzahl der Passagiere in Richtung Griechenland und Zypern deutlich. Vor allem Zypern konnte sich über einen deutlichen Anstieg der Fluggäste von knapp 80 Prozent freuen. Außerdem zog es viele Deutsche in die Ferne. Die Flüge im Interkontinentalverkehr stieg um über neun Prozent auf rund 9,5 Millionen. Hier nahmen vor allem die Flüge nach Afrika deutlich zu.

Gastwirte mit Umsatzplus

Die Gastwirte in Deutschland profitieren vom Trend, in Deutschland Urlaub zu machen. Sie konnten von Januar bis Juni ihre Umsätze um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern. Dies geht aus Zahlen des Statischen Bundesamts hervor. Bereinigt um Preissteigerungen liegt das Plus bei 0,3 Prozent. Auf das gesamte Jahr gesehen geht der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) von einem nominalen Anstieg des Umsatzes von zwei Prozent aus. In diesem Jahr ist der Urlaub im eigenen Land bei den Deutschen so beliebt wie noch nie. Die Zahl der Übernachtungen stieg von Januar bis Juni um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit konnten mehr als 205 Millionen Übernachtungen verzeichnet werden. Die meisten Gäste kamen aus dem Inland. Die Branche geht vom achten Übernachtungsrekord in Folge aus. Dies wird sich wohl auch bei den Umsätzen widerspiegeln.

Der Broker IQ Option überzeugt mit einer benutzerfreundlichen Handelsplattform

USA

Sorgen an der Wall Street

Die anhaltenden Diskussionen rund um Donald Trump – vor allem in Folge seiner Äußerungen nach den Unruhen von Rechtsextremisten in Charlottesville – machen die Anleger an der Wall Street zunehmend nervös. Auch die Auflösung zweier Beratergremien sowie zum Teil sehr deutliche Kritik anderer US-Politiker führen zu Unsicherheiten, ob der US-Präsident in der Lage ist, seine Wahlversprechen hinsichtlich Steuersenkungen und Infrastruktur einzuhalten.

Fed-Vize warnt vor Rücknahme der Bankenregulierung

Stanley Fischer warnt die US-Regierung vor einer Rücknahme der Bankenregulierung. Dies sei gefährlich und kurzsichtig. Fischer bezieht sich dabei auf einen Erlass von Donald Trump, der vorsieht, dass die Reformen zur Bankenregulierung, die 2020 infolge der Finanzkrise beschlossen wurden, überprüft werden sollen. Die Kritik Trumps bezieht sich vor allem auf das Dodd-Frank-Gesetz, dass seiner Ansicht nach der Finanzaufsicht zu große Macht gebe und Banken nicht mehr richtig funktionieren würden. So würde wiederum die Wirtschaft gebremst.

US-Notenbanker spricht sich für Vorsicht bei Zinsanhebungen aus

Hochrangige Fed-Vertreter zeigen sich uneinig über das weitere Vorgehen bei den geplanten Zinserhöhungen. Robert Kaplan, der Chef des Fed-Ablegers in Dallas, rät zu Vorsicht und Geduld bei der weiteren Straffung der Geldpolitik. Seiner Ansicht nach deuten die niedrigen Renditen bei zehnjährigen Staatsanleihen auf eine Abschwächung der Konjunktur hin. Darüber hinaus sei es notwendig, dass mittelfristig die Inflation, die zuletzt bei nur 1,5 Prozent lag, anziehe.

Loretta Mester, die Chefin des Fed-Ablegers in Cleveland, will dagegen an den anvisierten Zinsschritten festhalten. Neel Kashkari, der Chef der Fed in Minneapolis sagte, dass die Fed bei ihren Entscheidungen auch politische Faktoren einbeziehe. Er bezog sich bei seiner Aussage vor allem auf die geplante Entscheidung zur Anhebung der Schuldenobergrenze im US-Kongress.

Produktion in den USA kaum gestiegen

Im Juli konnte die US-Industrie ihre Produktion nur leicht um 0,2 Prozent im Vergleich zum Juni erhöhen. Allerdings gingen im Juni mehr Aufträge ein, als erwartet. Vor allem bei langlebigen Gütern von Fernseher bis Flugzeugen konnte man sich mit einem Plus von 6,5 Prozent über den höchsten Anstieg seit Juli 2020 freuen. Für Juli deuten aktuelle Angaben aber auf ein Minus von 0,6 Prozent hin. Nach einem schwachen ersten Quartal legte die US-Wirtschaft im zweiten Quartal wieder zu. Das Bruttoinlandsprodukt steig zwischen April und Juni auf das Jahr hochgerechnet auf 2,6 Prozent.

Tempo bei Nafta-Verhandlungen

Die Teilnehmer der Nafta-Verhandlungen drückten in einer gemeinsamen Erklärung den Wunsch nach schnelleren Verhandlungen aus. Die nächste Gesprächsrunde ist vom 1. bis zum 15. September in Mexiko geplant. Bis zum Jahresende sollen alle drei Wochen weitere Gespräche stattfinden. Das hohe Tempo liegt wohl auch in den für 2020 in den USA und Mexiko geplanten Wahlen begründet. Mit der Einführung des Nafta-Abkommens 1994 stieg der Handel zwischen den USA, Kanada und Mexiko um das Vierfache. Dennoch sieht US-Präsident Trump im Nafta-Abkommen Nachteile für sein Land. Mexiko und Kanada möchten dagegen zentrale Bestandteile des Handelsabkommens beibehalten.

GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Inflation auch im Juli deutlich unter EZB-Ziel

Im Juli nahmen die Verbraucherpreise laut dem europäischen Statistikamt Eurostat nur um 1,3 Prozent zu. Damit fiel der Preisanstieg ebenso schwach aus, wie im Juni. Während sich die Preise für Energie um 2,2 Prozent verteuerten, stiegen die Preise für unverarbeitete Lebensmittel nur um 0,6 Prozent. Die sogenannte Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise ausgenommen werden, stieg um 1,3 Prozent und damit etwas mehr als im Monat zuvor.

EZB blickt mit Sorge auf Kursanstieg des Euro

Wie aus dem Protokoll der EZB-Zinssitzung im Juli hervorgeht, bereitet der Kursanstieg des Euro den Ratsmitgliedern Sorgen. Zwar sehen die EZB-Vertreter den Kursanstieg seit Jahresbeginn als Anzeichen für eine bessere Konjunktur im Euroraum, dennoch befürchtet man, dass der Wechselkurs zukünftig überschießen könnte. Seit Januar legte der Euro im Vergleich zum Dollar um mehr als elf Prozent zu. Ein starker Euro führt aber auch dazu, dass Waren europäischer Unternehmen auf dem Weltmarkt teurer sind. Dies verringert die Wettbewerbsfähigkeit. Die Aussagen der EZB führten an den Finanzmärkten zu deutlichen Reaktionen. Der Euro viel zeitweise auf ein Drei-Wochen-Tief. Analysten bewerten die Aussagen der EZB als deutliche verbale Intervention zur Unterstützung der exportabhängigen Wirtschaft.

Anleihenkäufe erhöhen Immobilienpreise und Aktienkurse

Laut dem EZB-Vizepräsidenten Vitor Constancio bringen die Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank Schwung in Immobilienpreise und Aktienkurse. Hauspreise seien Schätzungen zufolge um mehr als ein Prozent gestiegen, Aktienkurse um 0,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote sank um 0,7 Prozent.

Markttechnische Betrachtung:

Tageschart von Gold

Auf diesen Augenblick werden viele Anleger gewartet haben. Den Ausbruch aus der Seitwärtsrange beim Gold. Seit Anfang des Jahres bewegt sich der Kurs des Edelmetalls in einer Seitwärtsrange zwischen 1200 USD auf der Unterseite und knapp 1300 USD auf der Oberseite. Bislang schien kein politisches Ereignis nachhaltig Einfluss auf den Kursverlauf nehmen zu können. Die Bedrohung durch Nordkorea könnte nun aber den Startschuss für einen Aufwärtstrend gegeben haben. Diesen gilt es natürlich noch zu bestätigen, weshalb ich so oder so von einem Rücklauf an die ehemalige Obergrenze ausgehe. Sollte diese Marke halten, dann wäre das ein gutes Zeichen für die Bullen, um Longkäufe zu tätigen. Bei einem Rückfall unter diese Marke würde uns wohl eine weitere lange Zeit der Seitwärtsbewegung bevorstehen.

Jetzt Binäre Optionen beim Testsieger IQ Optionen handeln

Noch mehr interessante Beiträge für Sie aus unserer Redaktion:

Rück-, Ausblick, News und Handel – KW 47/2020

Die Aktienmärkte befinden sich aktuell in einer Konsolidierung, nachdem sie im Oktober eine dynamische Rallye hingelegt haben. In dieser Woche setzten sie die Konsolidierung bis Mitte der Woche fort. Währenddessen waren die Währungsmärkte eher durchwachsen. Der U$-Dollar zeigte gegenüber dem Euro zwar Schwäche, gegenüber den Währungen japanischer Yen, kanadischer und australischer Dollar sowie dem britischen Pfund blieb er jedoch weiterhin stark.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Der europäische Handelsbilanzsaldo nahm im Oktober mehr als erwartet zu. Der ZEW Konjunkturerwartungsindex fiel sowohl für Deutschland als auch für die EU viel besser als erwartet aus. Dennoch enttäuschten der deutsche Erzeugerpreisindex und die Einkaufsmanagerindizes auf breiter Front. Dasselbe gilt für die EU. An der geldpolitischen Front gab es wenig Neues.

USA: Aus den USA wieder einmal durchwachsene Daten. Die Industrieproduktion war im Oktober rückläufig, aber die Erzeugerpreise stiegen im Gegensatz zum Vormonat an. Aus dem Immobiliengewerbe gab es ebenso uneinheitliche Entwicklungen. Während die Baugenehmigungen mehr als erwartet anstiegen, waren die Beginne der Wohnungsbauten rückläufig. Veräußerungen von Eigenheimen waren positiv ausgefallen. Am Donnerstag wurden die wichtigsten Inflationsdaten veröffentlicht. Dabei stiegen der Verbraucherpreisindex und die Verbraucherpreisinflation leicht an. Eine positive Überraschung lieferte der Philly Fed Herstellungsindex. Der Index basiert auf einer Umfrage über die zu erwartende Entwicklung hinsichtlich der Preise und Auftragseingänge. Hierzu wurden etwa 250 Unternehmen mit einer Mitarbeiteranzahl von mindestens 100 befragt . Der Index ist im Oktober rasant von 20,7 auf 40,8 Pkt. angestiegen. Bezüglich der Geldpolitik wurde am Mittwoch das FED-Protokoll erwartet. Marktteilnehmer hatten sich erhofft, neue Informationen bzgl. der nächsten Zinsanhebung zu erfahren, wurden jedoch enttäuscht.

Japan: Die japanische Wirtschaft hat im dritten Quartal ein BIP-Wachstum von -0,4 % erreicht. Immerhin eine geringere Stagnation als -1,9 % im Vorquartal – erwartet wurde allerdings ein Wachstum von 0,5 %. Positiv fiel jedoch die Handelsbilanz entgegen der Erwartungen mit einem sinkenden Handelsbilanzdefizit aus.

GB: Großbritannien stand im Zeichen der Preise. Die Verbraucherpreisinflation stieg leicht an, während die Erzeugerpreise stagnierten. Die wichtigen Einzelhandelsumsätze überraschten jedoch mit einem starken Anstieg, während sie im Vormonat noch rückläufig waren. Geldpolitisch bedingt fand diese Woche der Ausschuss zusammen, der über den nächsten Schritt abstimmte. Zum letzten Monat ergab die Abstimmung jedoch keine Veränderung. Die Mehrzahl spricht sich für eine späte Anhebung der Zinsen aus.

Technische Bewertung der Märkte:

Aktuell sehen wir markttechnisch gutes Potenzial für die Analyse. Wenn sich positive und negative Konjunkturdaten die Waage halten und geldpolitisch etwas Unsicherheit herrscht, kann die Markttechnik eine gute Hilfe für Entscheidungen bieten.

Screen 1: 4-Stundenchart des Dax

DAX: Im deutschen Leitindex sahen wir Anfang der Woche, begleitet durch die schlecht ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes fallende Kurse (Screen 1). Allerdings drehte der Futures-Index am Donnerstag während der US-Session wieder ins Plus. Aktuell befindet sich der Kurs an einem wichtigen Widerstand bei 9.600 Pkt. Sollte dieser gebrochen werden, befindet sich der nächste Widerstand im Bereich 9.800 Pkt.

Screen 2: 4-Stundenchart des S&P500

S&P500: Der US-Leitindex S&P500 ist aufgrund der höheren Anzahl an Werten im Kursverhalten zäher und weniger volatil als der DAX. Doch auch dieser Index hat sich aus seiner bis Mitte der Woche andauernden Konsolidierung mit einem Schub bis in den Bereich 2.060 Pkt. gelöst (Screen 2). Es bestünde kurzfristig Potenzial bis in den Bereich 2.070 Pkt.

Screen 3: Tageschart von EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar EUR/USD hat es nach mehreren Anläufen nicht geschafft, den wichtigen Widerstand bei 1.26 U$/€ zu knacken. Die Stärke des U$-Dollars gegenüber den Majors JPY, GBP und AUD$ stemmte in der Konsequenz auch gegen den Euro. Aktuell fällt das Währungspaar. An unserer Analyse der vergangenen Woche ändert sich daher wenig. Wir sehen weiter Abwärtspotenzial bis in den Bereich 1.22 U$/€ (Screen 3).

Screen 4: Tageschart von USD/JPY

USD/JPY: Auch im japanischen Yen sehen wir keine Veränderungen. Nach einer Korrektur befindet sich der nächste wichtige Widerstand im Bereich 120.00 ¥/U$.

Screen 5: Tageschart von AUD/USD

AUD/USD: Interessant finden wir aktuell die Lage des australischen Dollars. Dieser scheint einen Boden zu bilden. Der wichtige Widerstandsbereich auf Tagesbasis zwischen 0.87-0.88 wurde diese Woche beinahe geknackt. Die schlechten chinesischen Konjunkturdaten und der Kupferpreis machten dem australischen Dollar jedoch einen Strich durch die Rechnung. Da China der größte Abnehmer australischer Rohstoffe ist, besteht zumindest kurzfristig eine enge Korrelation zwischen dem AUD$ und den Konjunkturdaten aus China. Unsere weiteren Analysefaktoren deuten allerdings in näherer Zukunft auf eine Trendwende im Währungspaar AUD/USD hin.

«Einfamilienhäuser sind gefragt – Eigenmietwert hin oder her!»

Der Wohnungsmarkt bleibt in Bewegung: Zum einen sind Einfamilienhäuser gesucht wie selten und zum anderen nutzt die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) das Momentum rund um die ungeliebte Eigenmietwertsteuer.

Der 1934 eingeführte Eigenmietwert soll nach Ansicht vieler Politiker so schnell wie möglich Geschichte sein. Auch wenn die Chancen für dieses Vorhaben bei 60 Prozent liegen, bleibt der Immobilienmarkt dynamisch ohne zu überhitzen – auch bei einer Leerstandsziffer von 1,6 Prozent. Roland Altwegg, Experte im Bereich Wohnen bei Raiffeisen, blickt im Interview auf die Ereignisse im letzten Jahr zurück und wagt einen Ausblick.

Eigenmietwert-Newsletter

Mit unserem Newsletter bleiben Sie jederzeit über die neusten Entwicklungen in Bundesbern zum Thema Eigenmietwert informiert.

Experte Roland Altwegg im Interview

Interview: Pius Schärli

Was prägte aus Ihrer Sicht den Immobilienmarkt im letzten Jahr?

Einfamilienhäuser wurden vor Jahren noch als Auslaufmodell beschrieben. Jetzt erlebten sie im letzten Jahr einen erneuten Aufschwung – und dies trotz steigenden Preisen. Sie waren beliebter als Eigentumswohnungen, wie die Nachfragen bei Online-Immobilieninseraten zeigten. Weniger gefragt waren dagegen Eigenheime im gehobenen Segment. Und die Nachfrage richtet sich vermehrt nach günstigen Lagen.

Die Immobilienpreise steigen noch immer, zwar etwas moderater. Lohnt sich der Kauf einer Immobilie?

Es ist wie beim Erwerb von Wertschriften: den idealen Einstieg gibt es nicht. Fakt ist, dass Immobilien noch immer eine Wertanlage sind. Die Preise für Einfamilienhäuser stiegen in den letzten zehn Jahren um 40 Prozent, die Preise für Stockwerkeigentum sogar über 50 Prozent. Die weiterhin tiefen Zinsen befeuern zudem den Traum von den eigenen vier Wänden.

Die Preise für Einfamilienhäuser und für Stockwerkeigentum in der Schweiz stiegen 2020 weiter an, jedoch hat sich das Preiswachstum etwas abgeschwächt.

Wer treibt denn den Preis im Immobilienmarkt so hoch?

Dafür zeichnet primär die Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank verantwortlich. Die Rendite einer 10-jährigen Bundesobligation ist seit zwei Jahren negativ. Das führt dazu, dass Investments in Liegenschaften unschlagbar attraktiv sind und bleiben.

Wohin entwickelt sich der Immobilienmarkt in diesem Jahr?

Der Schweizer Immobilienmarkt wird weiterhin hoch bewertet bleiben. Dafür sorgen die unverändert tiefen Zinsen und ein attraktives Angebot. Ein Crash im Eigenheimmarkt wie zu Beginn der 1990er-Jahre ist nicht zu befürchten.

Weshalb nicht?

Eine hohe kalkulatorische Tragbarkeitsberechnung mit einem Zinssatz von 5 Prozent und strengere Regulierungen wirken einem Immobilienabsturz wirksam entgegen. Zudem haben sich die Preiswachstumsraten in den letzten beiden Jahren von 6 Prozent auf 2 Prozent reduziert. Deshalb gibt es keine Anzeichen für einen Absturz.

Für Bewegung dürfte auch die geplante Abschaffung des Eigenmietwerts sorgen. Wie steht Raiffeisen dazu?

Wir taxieren die Chancen für einen Systemwechsel bei 60 Prozent. Raiffeisen wird die Vorlage analysieren, sobald der Bericht der Kommission veröffentlicht wird. Die Positionierung von Raiffeisen kann erst nach vertiefter Analyse der Auswirkungen der Vorlage auf die Raiffeisen Gruppe erfolgen.

Für Schlagzeilen sorgte letztes Jahr auch die hohe Leerstandsziffer bei Mietwohnungen von 1,6 Prozent. Droht hier ein Absturz?

Die Leerstandsziffer dürfte tatsächlich wohl bei gegen 2 Prozent liegen. Wir sind der Meinung, dass bei Wohnrenditeliegenschaften mehrheitlich professionelle Investoren am Werk sind. Diese können Leerstände durchaus verkraften. Es gilt auch zu relativieren: 2 Prozent Leerstand bedeutet eine Renditeeinbusse von 0,034 Prozent! Zudem ist die Produktion von neuen Mietwohnungen bereits rückläufig.

Zur Person

Roland Altwegg, Leiter Produktmanagement bei Raiffeisen Schweiz, berücksichtigt bei der Beratung seiner Kunden deren persönlichen Lebenszyklus.

Beste Broker fur Binare Optionen 2020:
  • Binarium
    Binarium

    Der beste Broker fur binare Optionen fur 2020!
    Ideal fur Anfanger!
    Kostenloser Unterricht!

  • FinMax
    FinMax

    2 Platz in der Rangliste! Zuverlassiger Broker.

Wie viel in binäre Optionen zu investieren
Schreibe einen Kommentar

;-) :| :x :twisted: :smile: :shock: :sad: :roll: :razz: :oops: :o :mrgreen: :lol: :idea: :grin: :evil: :cry: :cool: :arrow: :???: :?: :!: