Russland und Saudi Arabien – Binäre Optionen 2020

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Russland vs. Saudi Arabien 14.06.2020 – Quoten und Wett Tipp zur WM 2020

Am 14. Juni findet das WM Russland 2020 Eröffnungsspiel zwischen den Gastgebern Russland und Saudi Arabien statt. Das Spiel läutet die erste Weltmeisterschaft auf russischen Boden ein und verspricht schon jetzt sehr interessant zu werden. Beide Mannschaften wollen sich von ihrer jeweils besten Seite präsentieren und haben überhaupt nicht im Sinn sich die Punkte zu teilen.

Wie gut die Teams derzeit in Form sind, erfahren Sie hier. Darüber hinaus bekommen Sie auch noch einige andere Infos bezüglich Ihres Wett Tipps für das Spiel Russland – Saudi Arabien.

Russland und Saudi Arabien im Head to Head Vergleich

Saudi Arabien hat sich in den letzten Jahren nicht unbedingt in die Reihe der spielstärksten Mannschaften eingliedern können. Zumal viele ihrer Akteure auch nicht bei Top Teams spielen. Das bedeutet aber nicht, dass man der Mannschaft gegen den Gastgeber keinen Sieg zutrauen kann.

Die Männer des Trainers Juan Pizzi, werden sehr motiviert sein. Was bei einer vermeintlichen Zuschauerzahl von ungefähr einer Milliarde Menschen auch kein Wunder sein dürfte. Aber auch weil das Team die Punkte gegen Russland benötigt. In der Gruppe A befindet sich mit Uruguay auch noch der allererste Weltmeister überhaupt und dann treffen die Männer Pizzis auch noch auf Ägypten.

Russland kann hingegen etwas entspannter aufspielen. Natürlich möchte man nicht das Auftaktspiel verlieren, gegen Saudi Arabien dürfte es aber dennoch einfach reichen. Zumal man als Gastgeber den Heimvorteil hat und sich natürlich vor seinen Landsleuten in guter Verfassung präsentieren möchte. Letztlich darf man nicht vergessen, dass Russland eine sehr stolze Nation ist, die grade bei sportlichen Wettkämpfen häufiger zeigen konnte, wie gut sie ist.

Mit ihrem 4-2-3-1 haben die Russen nicht unbedingt offensiv überzeugen können, dafür ist ihr Teamgeist nicht zu verachten. Wer weiß, mit etwas Glück ist sogar ein klarer zweiter Platz in der Gruppe möglich. Der Head to Head Vergleich von Russland und Saudi Arabien geht an die Russen,

Die Form von Russland

Im Gegensatz zu anderen Teams konnten die Russen es entspannt angehen lassen, denn sie waren als Gastgeber automatisch qualifiziert und sie mussten sich nicht erst noch einmal qualifizieren. Dadurch wurden ca. 20 Spiele gespart, was dazu geführt hat, dass die Spieler derzeit relativ ausgeruht sind. Zumal es keinen echten Top Star bei den Russen gibt, wird es umso wichtiger sein, wie die Mannschaft insgesamt fit ist. Hier gibt es gute Vorzeichen.

Die Form von Saudi Arabien

Kaum ein Spieler spielt in Europa. Die einzige Ausnahme ist hier Ali. Allerdings spielt er in den Niederlanden, ein Land, dass nicht unbedingt dafür bekannt ist, dass seine Fußball Liga mit den besten Ligen der Welt mithalten kann.

Auf der anderen Seite darf man Außenseiter auch nie unterschätzen. Man denke nur einmal an Island gegen England bei der letzten Europameisterschaft. Sollte es ihnen gelingen ihre defensive Kompaktheit auf das Feld zu bringen und in der Lage sein die russischen Angriffe so gut es geht abzuwehren, dürfte man es mit viel Glück zu einem knappen Sieg bringen.

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Russland Saudi – Arabien: Spielprognose

Die Gastgeber sind sowieso top motiviert und auch die Spieler aus dem Königreich haben vor sich auf der großen internationalen Bühne zu präsentieren. Dennoch sind die Russen stärker. Unsere Spielprognose für Russland gegen Saudi Arabien lautet daher: Es dürfte ein klares Match werden, mit Vorteilen für die Gastgeber.

Russland Saudi – Arabien: Quoten und Vorhersagen

Oft ist es hilfreich, sich die Quoten der Buchmacher anzusehen, um so eine Idee zu bekommen, wer denn als Favorit in das Spiel geht. Wer sich zum Beispiel für Betway entscheidet, der bekommt bei einem Sieg von Saudi -Arabien und einem Einsatz von 2€ satte 24€ zurück. Derselbe Einsatz und ein Sieg der Russen bringt hingegen nur 2,60€.

Russland und Saudis wollen Ölförderung einfrieren

16. Februar 2020 By Redaktion Kommentar verfassen

Einige Förderländer wollen Ölförderung einfrieren

Am Dienstag hatten sich Russland und Saudi Arabien auf die Einfrierung der Ölförderung geeinigt, einige OPEC-Länder (Saudi Arabien, Katar und Venezuela) und Russland haben sich am Dienstag zu Gesprächen in Doha getroffen und diesen Schritt vereinbart!

Das könnte die Preise stabilisieren und womöglich auch einen neuen steigenden Trend bei Rohöl auslösen, dass würde auch für den Handel mit binären Optionen neue Chancen bieten, jedoch ist noch Unklar ob andere Förderländer bei diesem Vorhaben mitziehen.

Venezuela wollte eine Kürzung der Ölförderung erreichen um die großen Lagerbestände zu senken und so den Preis für Rohöl wieder zu heben, Russland und Saudi Arabien haben sich jedoch nur auf ein einfrieren der Ölförderung auf das Niveau vom 11. Januar 2020 einigen können…

Ölförderung einfrieren – Einigung unter Vorbehalt

Am heutigen Dienstag sind in Doha die Vertreter der Länder von Saudi Arabien, Russland, Katar und Venezuela zu einem Gespräch zusammen gekommen um über die Entwicklung beim Rohölpreis zu verhandeln!

Diese Länder konnten sich nur auf eine Einfrierung der Ölförderung einigen, Venezuela wollte jedoch eine Kürzung der Ölförderung erreichen, jedoch ist das schon mal ein erster Schritt um die Ölpreise zu stabilisieren.

Aber auch diese Einigung über ein einfrieren der Ölförderung ist nur dann wirksam wenn sich auch die anderen Förderländer an diese Abmachung halten und es kann nicht ausgeschlossen werden das der Iran und der Irak hier nicht mitziehen.

Nach der Bekanntmachung der Einigung haben die Kurse beider Sorten Rohöl einiges an Wert verloren, auch weil die Anleger mehr von diesem Treffen erwartet haben, viele gingen von einer Kürzung der Ölförderung aus.

Ölförderung einfrieren – Chance binäre Optionen

Auf jeden Fall ist eine Beruhigung der Kurse bei beiden Sorten Rohöl zu erwarten und das bringt auch neue Chancen für den Handel mit binären Optionen und dazu sollte man jetzt in den Handel einsteigen, die Preise haben einen Sprung nach unten gemacht und sollten in den kommenden Tagen wieder steigen!

Hier der Vergleich der Kursentwicklung bei Rohöl WTI und Brent von Heute:

Vergleich Kursentwicklung Rohöl WTI und Brent

Beide Kurse haben vor dem Treffen der vier Förderländer einen Sprung nach oben gemacht, mit der Erwartung auf eine Kürzung der Ölförderung, jedoch nach der Einigung auf einfrieren der Ölförderung sind beide Kurse wieder abgestürzt und das ist der richtige Zeitpunkt um jetzt beim Handel mit binären Optionen einzusteigen.

Die Kurse sollten sich stabilisieren und sollten vorher noch etwas steigen…der erste Schritt in Richtung zur Regulierung der Ölförderung ist getan, weitere Schritte werden die Preise von Rohöl dann steigen lassen und gute Chancen für den Handel mit binären Optionen liefern.

Nutzen Sie diese Entwicklung und die Einigung auf das einfrieren der Ölförderung für den Handel mit binären Optionen und dazu empfehlen wir folgende Broker:

Die Tage für diesen niedrigen Preis bei beiden Sorten Rohöl könnten gezählt sein, eine Stabilisierung ist jetzt der erste Schritt um dann eine Einigung auf eine Kürzung der Ölförderung zu erzielen, was eine schnellen Anstieg der Preise bedeuten könnte…

Ölmarkt News: Aktuelle Nachrichten zur Entwicklung des Ölpreises

Ölmarkt

Ölmarkt

Die Organization of the Petroleum Exporting Countries (deutsch: Organisation erdölexportierender Länder) oder auch OPEC ist ein internationales Öl-Kartell mit Sitz in Wien, das den internationalen Ölpreis mitbeeinflusst. Die Mitgliedsstaaten der OPEC sind Algerien, Angola, Äquatorialguinea, Gabun, Nigeria, Libyen , Nigeria, Irak , Iran , Katar, Kuwait, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Ecuador und Venezuela .

Die Mitgliedsstaaten der OPEC verfügen etwa über 75 Prozent der weltweiten Ölreserven. Außerdem fördern sie ungefähr 40 Prozent der weltweiten Erdölproduktion. Das Hauptziel der OPEC ist ein monopolistischer Erdölmarkt, welcher durch festgelegte Förderquoten erreicht werden soll.

Lesen Sie hier aktuelle News und die neuesten Nachrichten von heute rund um den internationalen Ölmarkt und die Entwicklung des Ölpreises.

Öl Ölpreise schwanken nach Deal zu Förderkürzungen

Die Einigung der Opec plus hat für Preisbewegungen auf dem Ölmarkt gesorgt. Zum Handelsschluss gaben die wichtigen Sorten nahezu alle Gewinne wieder ab.

World Socialist Web Site

Herausgegeben vom Internationalen Komitee der Vierten Internationale (IKVI)

Coronavirus destabilisiert Saudi-Arabien

Von Jean Shaoul
12. März 2020

Das Coronavirus beschleunigt den Wirtschaftskrieg zwischen Saudi-Arabien, Russland und den USA und verschärft gleichzeitig die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Spannungen innerhalb Saudi-Arabiens.

Die Regierung in Riad nutzt ihrerseits die Covid-19-Pandemie als Waffe im andauernden Propagandakrieg und macht Iran und Katar – und damit die Schiiten – dafür verantwortlich, das Virus absichtlich in der sunnitischen arabischen Welt zu verbreiten.

Das Coronavirus hat den Nahen Osten und Nordafrika überrollt. Fast jedes Land in der Region hat Fälle des neuen Virus bestätigt. Der Iran ist mit 9.000 bestätigten Fällen und 354 Todesfällen (bis Mittwoch) bei weitem am stärksten betroffen, da sein angeschlagenes Gesundheitssystem zusätzlich durch die von den USA verhängten kriminellen Sanktionen belastet ist. Das Land leidet Mangel an fast allem, was pharmazeutische und medizinische Hilfsgüter sind.

In der vergangenen Woche forderte Riad die OPEC-Länder auf, die Öl-Produktion um 1,5 Millionen Barrel pro Tag (bpd) zu kürzen, um den Rückgang der Ölpreise zu bremsen und der sinkenden Nachfrage entgegenzuwirken, denn das Coronavirus habe den internationalen Handel- und Reiseverkehr stark eingeschränkt. Russland, der zweitgrößte Produzent der Welt, lehnte dies mit der Begründung ab, dass jede Verringerung der Öllieferungen auf dem Weltmarkt durch amerikanisches Schieferöl ersetzt würde.

Saudi-Arabien schlug zurück, indem es seine Preise drastisch senkte und versprach, die Produktion um bis zu 2 Millionen Barrel pro Tag auf einem überversorgten Ölmarkt zu erhöhen. Die Preise sind seit Anfang des Jahres bereits um ein Drittel gesunken. Das Ziel Saudi-Arabiens ist es, seinen Marktanteil zu halten und seine Konkurrenten in Russland und den USA zu verdrängen.

Die saudische Ankündigung führte zu einem starken Rückgang der Aktienkurse seiner nationalen Ölgesellschaft Saudi Aramco und des russischen Ölkonzerns Rosneft.

In den USA sind die Energieaktien in diesem Jahr um 20 bis 50 Prozent gefallen, während die Verschuldung des Landes und die Nachfrage stark ansteigen. Ein Grund ist die Abkehr institutioneller Anleger von fossilen Brennstoffen. Am letzten Montag stürzten die internationalen Anleihen der Saudis wie auch die von Saudi Aramco zu Beginn des Handels ab, und der saudische Rial verlor auf dem Terminmarkt gegenüber dem US-Dollar stark an Wert.

Die Wirtschaft des Landes ist weitgehend von Öl und Gas abhängig, und diese bestimmen 87 Prozent der Haushaltseinnahmen, 42 Prozent des BIP und 90 Prozent der Exporte. Während die saudische Ölförderung bei 30 Dollar oder weniger pro Barrel noch rentabel ist, benötigt die Herrscherfamilie mindestens 80 Dollar pro Barrel, also das Doppelte von Russland, um die Steuereinnahmen zu halten, von denen ihr Gesellschaftsvertrag mit dem saudischen Volk abhängt. Ölpreise von knapp 30 Dollar würden bedeuten, dass sich das Haushaltsdefizit, das zuvor auf 6,4 Prozent des BIP geschätzt wurde, in diesem Jahr fast verdoppelt.

Der Rückgang der Ölpreise folgt auf die vorübergehende Aussetzung der Umrah, der Wallfahrt nach Mekka und Medina, durch Riad und ein Einreiseverbot für Pilger in das Königreich, um die Ausbreitung des neuen Coronavirus zu stoppen. Die Pilgerreise nach Mekka ist für die 1,8 Milliarden Muslime der Welt eine der fünf Säulen ihres Glaubens. Die Umrah, die sogenannte kleine Pilgerfahrt, lockt etwa 8 Millionen Besucher an, da sie zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden kann und viel billiger ist als die Hadsch.

Für die saudische Unternehmenselite garantieren die Pilgerreisen einen stetigen Einkommensfluss, lukrative Bauaufträge und das Wachstum von Luxushotelketten rund um die heilige Moschee. Eine zehntägige Hadsch-Pauschalreise, die von speziell lizenzierten Agenturen mit engen Verbindungen zur Herrscherfamilie durchgeführt wird, kann rund 7.000 Dollar kosten, nicht gerechnet die Geschenke, die die Pilger üblicherweise für ihre Familien kaufen.

Die Umrah und die Hadsch, die in diesem Jahr auf den 28. Juli und den 2. August fällt, tragen jährlich schätzungsweise 12 Milliarden Dollar zum saudischen BIP bei, was 20 Prozent des BIP ohne Öleinnahmen und 7 Prozent des Gesamt-BIP entspricht. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer von Mekka tragen die Pilgerfahrten zum Einkommen des Privatsektors in der Region um Mekka und Medina 25 bis 30 Prozent bei.

Die Aussetzung hat Auswirkungen weit über das Land hinaus, denn die Pilger müssen von ihrem Heimatland aus speziell lizenzierte Reisepakete kaufen. Nun tragen die Reisebüros die Kosten für Stornierungen, nicht genutzte Visa, Flüge und Unterkünfte. In dem Zusammenhang wirft das Pilgerverbot jetzt die Frage auf, ob die Hadsch überhaupt stattfindet, da die saudi-arabischen und die Golfmonarchen Massenveranstaltungen, einschließlich Sportveranstaltungen, Messen und Konzerte, absagen.

Während Saudi-Arabiens riesiger Ölreichtum im Besitz einer Königsfamilie ist, die in fabelhaftem Luxus lebt, leiden mindestens 20 Prozent der Saudis unter „lähmender“ oder „schwerer“ Armut. Die Königsfamilie herrscht durch systematische Unterdrückung, bis hin zu öffentlichen Massenhinrichtungen, während allein in Riad 2 bis 4 Millionen Menschen in Armut leben. Viele von ihnen sind Frauen oder leben in Haushalten mit weiblichem Familienvorstand.

Noch schlimmer ist die Lage der Wanderarbeiter, vor allem aus dem indischen Subkontinent und Südostasien. Das sind etwa 12 Millionen der 34 Millionen Einwohner des Landes.

Für diese schrecklichen sozialen Bedingungen gibt es keine Aussicht auf Besserung, im Gegenteil. Kronprinz bin Salman lässt von seinen Beratern sein Billionen-Projekt Vision 2030 entwerfen. Das gigantische Prestigeprojekt, das die saudische Wirtschaft von der Öl-Abhängigkeit befreien soll, wird die Lage der Bevölkerung weiter verschlechtern: Es sieht die Teilprivatisierung der staatlichen saudischen Ölgesellschaft Aramco vor, den Verkauf von Krankenhäusern und Schulen, die Streichung von Arbeitsplätzen im öffentlichen Sektor – von 67 Prozent auf 20 Prozent! – Lohnkürzungen für die Beschäftigten des öffentlichen Sektors, die Kürzung der Subventionen für Treibstoff, Erdgas, Strom und Wasser und die Einführung einer Mehrwertsteuer von 5 Prozent auf die meisten Waren und Dienstleistungen.

Die politischen Spannungen nahmen am letzten Wochenende zu, als bekannt wurde, dass am Freitag zwei hohe saudische Prinzen verhaftet worden waren: Prinz Ahmed bin Abdul Aziz, der letzte richtige Bruder von König Salman, und Prinz Mohammed bin Nayef, Salmans Neffe. Dieser war ursprünglich als Thronfolger vorgesehen, bis zu seiner Amtsenthebung 2020 durch den damals 31-jährigen Prinzen Mohammed bin Salman. Den beiden wird vorgeworfen, einen Putschversuch gegen Kronprinz bin Salman, den De-facto-Herrscher des Landes, organisiert zu haben. Sie werden wegen Verrats angeklagt.

Am nächsten Tag wurden die Verhaftungen auf Dutzende von Beamte des Innenministeriums, hochrangige Armeeoffiziere und andere Personen ausgedehnt, darunter Prinz Nayef bin Ahmed, ein ehemaliger Chef des Armeegeheimdienstes. Innenminister Abdulaziz bin Saud bin Nayef und sein Vater Prinz Saud bin Nayef wurden später freigelassen, nachdem sie von bin Salmans Leuten verhört worden waren.

Bin Salman hat sich im Hause Saud Kritik zugezogen, nachdem der Mord am ehemaligen Insider-Dissidenten Jamal Khashoggi im Jahr 2020 auf internationale Kritik gestoßen war. Der Mord war offenbar auf Bin Salmans Befehl hin durch saudische Agenten ausgeführt worden.

Kritisiert wird auch seine Führung des fünfjährigen Kriegs im Jemen, der es nicht gelungen ist, die Macht von Riads Marionette Abdrabbuh Mansur Hadi wieder herzustellen, sowie die Tatsache, dass er im vergangenen Jahr einen großen Angriff auf die Ölinfrastruktur des Königreichs nicht verhindern konnte, den die jemenitischen Houthi-Rebellen für sich in Anspruch genommen haben.

Die Säuberung wird als Versuch Bin Salmans angesehen, seine Macht gegen zwei der wahrscheinlichsten Thronanwärter zu festigen, bevor sein kranker 84-jähriger Vater stirbt.

Die Regierung versucht, die zunehmende gesellschaftliche Blockade dadurch zu beheben und nach außen abzulenken, dass sie das Coronavirus instrumentalisiert. Sie schürt damit Spannungen gegen den Iran, den sie für die Verbreitung des Virus verantwortlich macht. Nach Angaben der Behörden waren alle 15 bis jetzt Infizierten entweder selbst im Iran oder in Kontakt mit Menschen gewesen, die den Iran besucht hatten, wo sich wichtige schiitische heilige Stätten befinden. Am vergangenen Donnerstag prangerte Riad Teheran an, weil es saudischen Bürgern die Einreise in den Iran erlaubt habe. Saudi-Arabien hat alle Reisen in den Iran verboten.

Das Regime hat die Provinz Ost-Katif, in der die schiitische Bevölkerung des Landes lebt, abgesperrt, um die Verbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nach Angaben des Innenministeriums stammen 11 mit Covid-19 diagnostizierte saudische Staatsangehörige aus Katif. Die Provinz ist seit langer Zeit ein Brennpunkt zwischen dem herrschenden sunnitischen Regime und den Schiiten, die seit Jahrzehnten mit Diskriminierung, Marginalisierung und Armut zu kämpfen haben. Das staatliche Fernsehen kündigte die Schließung aller Schulen, Universitäten und die Einstellung aller religiösen Aktivitäten in den Moscheen des Landes an. Es wurden Straßensperren errichtet, um Reisen in die und aus der Provinz Katif zu stoppen.

Die Behörden fördern aktiv rassistische und sektiererische Auseinandersetzungen. Prominente Journalisten und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bringen in Tweets die rasche Ausbreitung des Virus im Iran mit schiitischer Rückständigkeit in Verbindung und bezeichnen die Reaktion des „sunnitischen“ Saudi-Arabiens auf den Ausbruch als zivilisiert und vernünftig, verglichen mit der angeblichen Ignoranz und dem Aberglauben des „schiitischen“ Irans. Noura al-Moteari, ein in Saudi-Arabien ansässiger Journalist, twitterte am 1. März, dass Katar das Coronavirus herstelle und seine Verbreitung finanziere, um Bin Salmans Vision 2030 und die bevorstehende Expo der Vereinigten Arabischen Emirate zu untergraben.

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