Visa-Aktie kaufen – Die Analyse

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Visa-Aktie kaufen? – Die Analyse

Neues Jahr = neue Börsenchancen

Das Schöne an der Börse ist, dass der Kampf zwischen Bullen und Bären endlos ist. Deswegen ergeben sich immer wieder gute Gelegenheiten zum Geldverdienen. Wegen des Aufwärtstrends sollte die Mehrheit der Marktteilnehmer für 2020 im Plus liegen. In Schwierigkeiten sind wahrscheinlich nur solche Börsianer gekommen, die den langen Aktientrend für überzogen hielten, und auf fallende Kurse setzten. Diese Denkweise lässt sich noch nicht einmal wegdiskutieren. Statistisch gesehen, gab es nämlich niemals zuvor, einen so langen Aufwärtstrend für Aktien. Der scheinbar unendliche Trend fällt allerdings nicht vom Himmel. Solange die Leitzinsen überzogen niedrig sind, wird Geld in die Finanzmärkte gespült. Ein Zins nahe bei null Prozent heißt nichts anderes, als das Geld nichts wert ist. Und solange dieser Zustand so bleibt, wird der Aktientrend weiterhin angefeuert.

Mit Sicherheit wird es auch in den nächsten Monaten sehr viele Kontraindikatoren geben, die einen potentiellen Crash vorhersagen. Das ist normal, und die warnenden Worte vieler Börsengurus werden vermutlich auch lauter werden.

Niemand weiß genau, wann es zu einem Crash kommen kann. Deshalb lohnt es sich nicht, den aktuellen Trend infrage zu stellen. Wenn die Aktien steigen, dann steigen sie eben, und es ist gut möglich, dass sich die großen Aktienindizes noch einmal verdoppeln. Man darf nicht vergessen, dass aufgrund der lächerlich niedrigen Leitzinsen, der normale Bewertungsmaßstab außer Kraft gesetzt wurde.

Ein Crash-Tipp:

Eine besondere Aufmerksamkeit sollte man den chinesischen Aktienmarkt schenken. Der Industriesektor in China ist völlig überschuldet. Aufgrund der politischen Einflüsse gibt es extreme Verzerrungen. Echte Marktwirtschaft sieht anders aus, und die chinesischen Politiker dulden sogar Schattenbuchhaltungssysteme. Auf Dauer geht das natürlich nicht gut. Sollte es zu einem weltweiten Aktien-Crash kommen, wird der Zinsfunke wahrscheinlich aus China kommen.

Der Blick auf den Shanghai Composite zeigt einen Aktien-Underperformer im Vergleich zum S&P500. Das ist nicht ohne Grund so.

Umfrage der AAII (vom 10.01.18)

Die bullishe Haltung der Marktteilnehmer bestätigen die Umfragedaten der AAII (American Association of Individual Investors)

Bullish 48,7% à -11,1%

Neutral 26,3% à +1,6%

Bearish 25,1% à +9,5%

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Der starke Bullenanteil hat sich zum Vormonat erheblich reduziert. Das war auch notwendig, weil der Markt völlig überdreht war. An den Zahlen ist zu erkennen, dass kurzfristige Trader vom Bullenlager direkt ins Bärenlager gewechselt sind. Betrachtet man das Verhältnis von Bullen zu Bären (48,7% zu 25,1%), dann ist der Bullenanteil weiterhin zu hoch. Der Aktienmarkt ist also immer noch leicht überdreht. Das Verhältnis beträgt zahlenmäßig 1,94. Das historisch normale Verhältnis betrug aber nur 1,26.

Auf Basis der Werte lässt sich eine Prognose erstellen: Zumindest für den nächsten Monat sollten die Kurse nur leicht ansteigen. Für eine kräftige Aufwärtsbewegung fehlt die Überzeugung, weil die Mehrzahl der Bullen bereits investiert ist. Der Kurs-Rhythmus wird vermutlich leicht „gestört“ wirken: 2 Tage aufwärts und danach 1,5 Tage abwärts.

Bild: Wochen-Chart des S&P500 mit der ADL

Bei der Advance-Decline-Line (ADL) wird die Differenz der gestiegenen und gefallenden Aktien berechnet. Grundsätzlich gilt, dass jede Bewegung des Index vom Indikator bestätigt werden sollte. Fehlt die Bestätigung, bedeutet dies, dass die Mehrheit der Aktien ein anderes Verhalten zeigt.

Der S&P-Index mit seinen 500 Aktien zeigt im oberen Chart, dass es nur eine einzige Richtung gehen kann: Aufwärts. Mustergültig verlaufen der Kurs und die Advance-Decline-Line von links unten nach rechts oben. Auf Jahressicht sind praktisch Pausen nicht erkennbar. Im Kursverlauf des Index ist ein Regressionstrendkanal eingezeichnet. Der Trendkanal grenzt mathematisch die Kurse ein. Seit Jahresstart ist der Kurs sogar aus dem Trendkanal herausgetreten, und der Kurs befindet sich über der oberen Linie. Es deutet darauf hin, dass zusätzliche Trenddynamik in den Markt gekommen ist.

Trendanalyse der größten Dow Jones-Unternehmen

Kurzfristig = Trendanalyse der vergangenen 40 Tage
Mittelfristig = Trendanalyse der vergangenen 40 Wochen
Langfristig = Trendanalyse der vergangenen 40 Monate

Trends
Name kurzfr. mittelfr. langfr.
Apple flat long long
General Electric short short flat
IBM long flat flat
Johnson&Johnson long long long
Microsoft long long long
Exxon long flat flat

Tabelle: Dow Jones Mighty

In der oberen Tabelle sind die größten Unternehmen des Dow Jones Industrial nach der Marktkapitalisierung aufgeführt. Diese Unternehmen sind enorm wichtig, um das Steigungspotenzial des US-Aktienmarktes abzuschätzen. In der oberen Tabelle werden die Trends auf drei verschiedenen Zeitebenen betrachtet.

Drei der Unternehmen zeigen weiterhin einen ausgeprägten Aufwärtstrend, der sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen sollte. Die sechs Big Player des Dow Jones Industrial geben eine gute Indikation für das nächste Halbjahr: LONG

Visa im Fokus – Aktie kaufen?

Einige Leser werden sich jetzt fragen, was das Besondere an der Aktie ist? Zunächst können wir feststellen, dass die Aktie in einem konstanten Aufwärtstrend läuft. Das ist schon einmal ein Vorteil. Visa ist einer der größten Kreditkartengeber auf der Welt. Der Hauptmarkt liegt in den USA, und der aktuelle Aktienanstieg ist eng mit der US-Präsidentschaft verbunden. Das Stichwort heißt: Steuersenkungen. Seit Beginn der Amtszeit von Donald Trump versuchte der US-Präsident seine Steuerpläne im US-Kongress durchzuboxen. Zum Ende des Jahres 2020 ist ihm das gelungen. Trump hat die Absicht, amerikanische Unternehmen und Bürger um mehr als 2200 Milliarden Dollar zu entlasten. Sein gewünschtes Steuersystem soll künftig nur drei Steuersätze enthalten: 12 %, 25 % und 35 %.

Gleichzeitig möchte Trump außer Landes gebrachtes Geld in die USA zurückholen. Das ist nicht ganz einfach, denn nicht immer wurde das Geld legal verdient und versteuert. Vermutlich wird es zukünftig Strafbefreiungen geben, um den Anreiz zu erhöhen.

Für alle Kreditkartenunternehmen ist die Steuerreform ein Glücksfall. Sobald die Bürger merklich entlastet werden, steht mehr Geld für den Konsum zur Verfügung. In den USA ist es traditionell üblich, mit der Kreditkarte zu bezahlen. Dementsprechend verdient Visa umso mehr, je höher die Steuerentlastung ausfällt.

Ein weiterer Umsatz-Boom steht vor der Tür. In China gibt es Pläne, den chinesischen Markt für ausländische Kartenanbieter zu öffnen. Das Volumen der etablierten chinesischen Kreditkartenanbieter beträgt 7600 Milliarden US-Dollar. Von diesem Markt möchte sich Visa eine Scheibe abschneiden. China ist ein riesiger Markt, der für die Visa-Aktie enormes Kurspotenzial bietet.

Finanzdaten von Visa

Jahre 2020 2020 2020 2020 2020 2020
Umsatzerlöse 12702 13880 15082 18358 20201 22238
Ergebnis vor St. 7724 8995 8012 11694 13278 14970
KGV 25 27 34 39 28 24

Angaben in Mio US-Dollar
KGV = Kurs–Gewinn-Verhältnis (Je niedriger desto besser. Durchschnitt beim DAX = 15)

Angaben 2020 und 2020 sind Schätzungen. Quelle: finanzen.net

Die Visa-Aktie ist hoch bewertet. Der KGV spricht eine klare Sprache. Vermutlich wünschen sich einige Schnäppchenjäger eher einen KGV von 18. Zu hoffen, dass sich der Preis in den nächsten Jahren senkt, und somit die Aktie günstiger zu haben wäre, ist aber unrealistisch. Das Umsatzpotenzial des Unternehmens ist noch lange nicht ausgeschöpft. Im Gegenteil, mit den Steuersenkungen in den USA und dem Zugang zum chinesischen Markt wäre eine Verdoppelung des Umsatzes in den nächsten zehn Jahren möglich. Passend dazu, müsste sich der Aktienkurs ebenso verdoppeln können. Vermutlich wird es über die nächsten Jahre, keine günstige Visa-Aktie zu kaufen geben.

Bild: Wochen-Chart der Visa-Aktie

Überzeugende Trendbewegungen der Visa-Aktie

Der obere Chart zeigt die wichtigen Kursbewegungen der vergangenen Jahre. Insgesamt sind drei markante Aufwärtstrendkanäle identifizierbar. Die Kanäle sind als Regressionskanäle auf Basis der markanten Tiefs und Hochs eingezeichnet. Je breiter ein Kanal ist, desto emotionaler und unentschlossener waren die Marktteilnehmer innerhalb des Zeitraumes. Hierbei ist gut zu sehen, wie in 2020 der Markt aufwärts lief, doch insgesamt die Kraft fehlte. Der anschließende zweite Trendkanal ist schmaler und deutet auf eine Beruhigungsphase hin. Ab 2020 gibt es einen dynamischen Aufwärtstrendkanal, der ganz wenig Gegenwehr der Bären zeigt. Jeder der sich mit Short-Positionen gegen diesen Trend stellt, sollte mit erhöhter Wahrscheinlichkeit überrollt werden. Die Logik ist einfach: Wenn der Kurs nicht fallen kann, dann muss er sich trendkonform nach oben bewegen.

Für die Aktie mit dem stabilen Aufwärtstrend vermerke ich einen Stop-Loss bei 94 US-Dollar.

Visa-Aktie: WKN: A0NC7B oder US-Symbol V

Kursziel: 150,- US-Dollar

Zwischenziel: 130,- US-Dollar

Stop-Loss: 94,- US-Dollar

Handelsumsetzung:

Wenn Sie von der kurzfristigen Aktienempfehlung profitieren möchten, können Sie die Aktie direkt kaufen oder mit Derivaten arbeiten. Beachten Sie, dass Derivate einen Hebel enthalten und Sie somit das Gewinn- und Verlustpotenzial steigern. Im Extremfall ist sogar ein Totalverlust möglich.

Handelshinweise:

Stop-Loss:
Der Stop-Loss wird zunächst als Initial-Stop gesetzt, und hat die Funktion einer maximalen Verlustbegrenzung.

Kursziel:
Das Kursziel ist der Ausstiegspunkt für die prognostizierte Marktbewegung.

Zwischenziel: Bei Erreichen des Zwischenziels befindet sich die Position im Gewinn. An dieser Stelle nehmen wir einen Teilgewinn mit, und wir verkaufen 50% unserer Position. Gleichzeitig wird der Stop-Loss auf den persönlichen Einstiegskurs nachgezogen. So können wir unsere Position verlustfrei schließen, auch wenn sich der Markt später gegen uns stellt.

Noch mehr interessante Beiträge für Sie aus unserer Redaktion:

Visa vs. Mastercard: Aktienanalyse der Gewinner einer bargeldlosen Gesellschaft

von Jonathan Neuscheler · Veröffentlicht 27. Januar 2020 · Aktualisiert 29. Oktober 2020

Visa Anlagequalitätsvergleich

So funktioniert die Performance-Analyse

Mithilfe der vom boerse.de-Aktienbrief entwickelten Performance-Analyse lässt sich die Anlagequalität von Aktien bestimmen und vergleichen. Bei diesem Qualitätsvergleich werden ausschließlich Werte berücksichtigt, die eine Kurshistorie von mindestens zehn Jahren aufweisen. Grundsätzlich lassen sich dabei drei Qualitätskategorien unterscheiden:

  • Grün: Nur die 100 auf Basis der Performance-Analyse erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt bekommen vom boerse.de-Aktienbrief den Status „Champions“. Diese Top-Werte stellen grundsätzlich exzellente Langfristinvestments dar.
  • Grau: Diese Aktien zeichnen sich langfristig durch positive Kursrenditen aus. Aus Chance-Risiko-Sicht reicht es aber nicht zum Champions-Prädikat. Diese Werte eignen sich grundsätzlich als spekulativere Depotbeimischung.
  • Rot: Bei diesen Aktien errechnen sich langfristig negative Kursrenditen. Aus Sicht der Performance-Analyse stellen solche Werte daher keine sinnvollen Langfristinvestments dar.

Jede dieser drei Kategorien kann in fünf Stufen unterteilt werden. Dabei ist die Qualität auf Stufe fünf jeweils am höchsten (grün und grau) bzw. bei Aktien mit negativen Kursrenditen (rot) am geringsten einzustufen.

Die Kennzahlen der Performance-Analyse zeigen Ihnen völlig objektiv den Unterschied zwischen Gewinner- und Verliereraktien. Fordern Sie jetzt die nächsten beiden Ausgaben boerse.de-Aktienbrief zum kostenlosen Test an.

Meistgesuchte Aktien

Name Bewertung
Visa
Daimler 54.888
Lufthansa 53.055
Wirecard 50.869
Volkswagen Vz 35.926
Allianz 34.186
Airbus 34.065
Infineon 34.036
Deutsche Bank 30.198
BASF 29.188
Siemens 27.634

An der Börse werden keine Wertpapiere, sondern Meinungen gehandelt.
Unbekannt

Der bessere Kauf: Visa-Aktie oder Mastercard-Aktie?

Christoph Gössel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst | 1. Oktober 2020 | More on: 3V64 M4I MA V

Nicht nur als Verbraucher, sondern auch als Anleger stehen wir vor der Frage: eher Visa (WKN: A0NC7B) oder doch eher Mastercard (WKN: A0F602)? Und ganz ähnlich wie bei den Kreditkarten gibt es auch bei den Aktien keine gravierenden Unterschiede.

Doch hin und wieder lohnt sich ein tieferer Blick ins Detail – und genau den möchte ich heute mit dir wagen. Los geht’s!

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Die Geschäftsmodelle

Beide Unternehmen verdienen ihr Geld letztlich auf die gleiche Weise: Sie geben Kredit-, Debit- und Prepaid-Karten heraus, mit denen Kunden online und in Geschäften elektronisch bezahlen können. Außerdem wickeln sie die Transaktionen über ihre Plattformen ab und bieten den Händlern Zusatzservices wie Betrugs- und Risikomanagement, Beratungsdienstleistungen und Analysetools an.

Beide Firmen geben die Karten nicht selber heraus, sondern über Finanzinstitutionen wie zum Beispiel deine Bank, bei der du dein Girokonto hast. Und auch das Acquiring, also die Annahme und Akzeptanz der Zahlung beim Händler, läuft nicht über die beiden Unternehmen. Mit Karten beider Payment-Konzerne kann man in über 200 Ländern – also wirklich fast überall – bezahlen.

Hier können wir schon mal festhalten, dass Visa das größere der beiden Unternehmen ist: Visa wickelte 2020 rund 124 Milliarden Zahlungen über seine Plattform ab, bei Mastercard waren es knapp 74 Milliarden. Auch bei den ausgegebenen Karten und dem Zahlungsvolumen liegt Visa vorne, wodurch der Umsatz des Unternehmens um knapp 38 % höher ausfällt als beim Konkurrenten.

Bei der Zusammensetzung der Umsätze zeigt sich ein interessanter Unterschied: Obwohl Mastercard einen niedrigeren Bruttoumsatz generiert als sein Mitbewerber, sind die Client Incentives (im Grunde Belohnungszahlungen an Händler, wenn diese besonders viel Zahlungsvolumen generieren) bei Mastercard höher. Vielleicht macht sich hier der Größenvorteil von Visa bemerkbar.

Da beide Unternehmen sich wirklich sehr ähnlich sind, bin ich geneigt, die Punkte zu teilen – doch die Tatsache, dass Visa trotz niedrigerer finanzieller Anreize an Händler in der Lage ist, mehr Umsatz reinzuholen, sieht nach einem guten Wettbewerbsvorteil aus. Sollte es am Ende unentschieden stehen, wird das ein ausschlaggebender Punkt sein.

Die Zahlen

Schauen wir uns nun einige Finanzkennzahlen der Unternehmen an:

EBIT-Marge Return on Capital Employed (ROCE) Free-Cashflow-Marge Eigenkapitalquote Liquidität II. Grades
Visa 62,9 % 22,4 % 58,2 % 49,1 % 141,4 %
Mastercard 48,7 % 54,9 % 39,4 % 21,8 % 117,8 %

Quellen: Jahresabschlüsse 2020 der Unternehmen

Während die ersten drei Verhältnisse die Profitabilität eines Unternehmens messen, gehen die letzten beiden auf die Finanzierungs- und Vermögensstruktur der Unternehmen ein. Im Grunde gilt bei all diesen Kennzahlen der einfache Grundsatz: je höher, desto besser.

Visa schneidet bei fast allen Kennzahlen besser ab als der Konkurrent, beim ROCE fällt das Unternehmen jedoch deutlich hinter Mastercard zurück. Das liegt daran, dass Mastercard aus einem Dollar Bilanzsumme wesentlich mehr Umsatz und damit auch Ertragskraft generiert. Beim Vergleich der Bilanzen ist mir aufgefallen, dass Visa einen Haufen immaterieller Vermögenswerte und Firmenwerte bilanziert hat, was die Bilanzsumme nach oben treibt und den ROCE senkt. Bei Mastercard ist das interessanterweise kaum der Fall, trotz sehr ähnlicher Geschäftsmodelle.

Das muss nicht katastrophal enden, kann aber – wenn solche immateriellen Vermögensgegenstände falsch eingeschätzt wurden – zu hohen Abschreibungen führen, die die Gewinne belasten. Aufgrund dieses Risikos geht auch das Kennzahlenduell unentschieden aus.

Die Aktienbewertung

Zu guter Letzt wollen wir uns noch ansehen, wie die Aktien bewertet sind. Auch hier hilft uns ein schneller Blick auf einige Kennzahlen:

Kurs-Gewinn-Verhältnis (Gewinnerwartungen 2020) erwartetes Gewinnwachstum bis 2023 Price-Earnings-to-Growth-Ratio (PEG)
Visa 32,5 15,9 % p. a. 2,0
Mastercard 35,9 17,0 % p. a. 2,1

Quellen: Jahresabschlüsse der Unternehmen, Yahoo Finance. Abfrage der Kurse am 26.09.2020

Die Bewertungen fallen extrem ähnlich aus, vor allem, wenn man die Zukunftserwartungen der Wall Street über das PEG einrechnet. Überraschend finde ich, dass man das größere Unternehmen ein Stück günstiger bekommt; das hätte ich eher anders herum erwartet. Doch der Unterschied ist zu klein, als dass ich dafür einen Punkt vergeben könnte – daher gibt es hier schon wieder ein Unentschieden.

Fazit

Damit steht es auch insgesamt unentschieden – und somit wird der Skalenvorteil Visas tatsächlich zum Zünglein an der Waage, das dem Unternehmen den Sieg verleiht. Weitere Gründe waren die starke Profitabilität und die Bewertung, die ein My niedriger ist als die von Mastercard. Doch auch dieses Unternehmen schneidet in allen Bereichen hervorragend ab.

Anleger, die beim Megatrend digitales Bezahlen dabei sein wollen, müssen sich zum Glück nicht entscheiden und können sich auch einfach beide Aktien ins Depot legen.

Ist dies die nächste Wirecard?

Wirecard stieg um fast 2.000 %. Jetzt gibt es einen aussichtsreichen „Nachfolger“, der schon bald die Spitze einnehmen könnte. Erst im vergangenen Jahr kam die Aktie an die Börse. Mit +49 % Umsatz-Wachstum (2020) und einer traumhaften Marge von 52 % (vor Steuern und Abschreibungen) fasziniert das Unternehmen die Analysten, während seine Plattform die Internet-Händler in der ganzen Welt mit der besten Performance begeistert und so bereits über 3 Milliarden Menschen erreicht. Wächst hier ein ganz neuer Tech-Gigant heran? Alle Details liest du hier:

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Christoph besitzt Aktien von Visa.

The Motley Fool hält Aktien von Mastercard

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